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NEBIKON: Stimmiger Jodel und Bauernschläue im Chriesiloch

Gepflegter Gesang, amüsante Bühnengaudi, Cowboy- statt Trachtenhut und mittendrin ein schweizweit bekannter Bettwaren-Verkäufer: Diese Mischung überzeugte 480 Besucher.
Monika Van De Giessen
Heimelige Klänge: Die Jodler des Buure-Chörlis Lozärnerland singen auf der Galerie der Mehrzweckhalle. (Bild: Dominik Wunderli (Nebikon, 11. März 2017))

Heimelige Klänge: Die Jodler des Buure-Chörlis Lozärnerland singen auf der Galerie der Mehrzweckhalle. (Bild: Dominik Wunderli (Nebikon, 11. März 2017))

Wenn das Buure-Chörli Lozärnerland alle zwei Jahre in Nebikon zum Konzert einlädt, dann wird auch Theater gespielt. Der Einakter zwischen den zwei Jodelblöcken ist inzwischen ein fester Bestandteil des Konzerts und beruht auf einem cleveren Konzept: Während andere Klubs an ihren Konzerten zuerst jodeln und nach der Pause Theater spielen, setzt das Buure-Chörli bewusst auf das Motto «Zwischen dem Jodelgesang ein Einakter», wie Präsident Felix Zurkirchen auf Anfrage bestätigt.

Mit dieser Taktik bleiben die Konzertbesucher im Saal und dislozieren nicht, wie oft erlebt, nach dem musikalischen Teil in die Kaffeestube. Zurkirchen: «Es ist unser Ziel, mit unserem Konzept die Besucher bis zum Schluss bei guter Laune zu halten.»

Kultiger TV-Werber als Moderator

Zur «besten Werbezeit», kurz nach 20 Uhr kommt die Bettwarenfabrik Fischer, Au, am Zürisee ins Spiel. Wer kennt sie nicht, diese kultige TV-Werbung. «Dort hinten ist die Kaffeestube. Die Füllmenge können Sie selber bestimmen und zuschauen, wie der Kaffee gemacht wird», empfahl Moderator Alois Affentranger in weissem Kittel und Perücke, ganz «Fischer-Bettwaren»-like.

Das sorgfältig zusammen­gestellte Konzertprogramm bot am Samstag einen reichhaltigen Querschnitt durch die schweizerische Jodelliteratur. Ein ausgeglichener Chorklang und sichere, gut aufeinander abgestimmte Stimmen prägten die Vorträge, sei es im Chor, im Duett oder in der Kleinformation. Das Buure-Chörli Lozärnerland, dessen Mitglieder aus nicht weniger als 18 Gemeinden des Kantons Luzern stammen, steht seit 1999 unter der Leitung von Josef Dubach aus Ufhusen, ausgewiesener Dirigent, Jodler, Komponist und ein Jurymitglied des Eidgenössischen Jodlerverbandes. Präsident Felix Zurkirchen dankte in sympathischen Worten dem Dirigenten für seine grossartige Arbeit. «Er legt viel Herzblut ins Buure-Chörli.» Mit dem anspruchsvollen Lied «Es luschtigs Chörli» von Emil Wallimann eröffnete das Buure-Chörli das Konzert, gefolgt von «Wenn’s im Ustig z Alpe geit» von Adolf Stähli. Die Vorfreude auf wärmere Tage und das Älplerleben ist in diesem Lied spürbar.

Cowboy- statt Trachtenhut: Als eigentlicher Höhepunkt erwies sich das Lied «S. O. B.» des amerikanischen Sängers und Songwriters Nathaniel Rateliff. Hanni Troxler aus Willisau hat den Song fürs Buure-Chörli arrangiert und ihm mit «S Läbe esch jetz» einen neuen Titel verpasst.

Humorvolle halbe Stunde

Der Titel des halbstündigen Einakters «Gränzverchehr im Chriesiloch» lässt Spekulationen und Erwartungen zum Stück offen. Regie führt bereits zum neunten Mal Renato Cavoli. Es geht um ­einen verlotterten Bauernbetrieb der drei Geschwister Berta, Köbu und Miggu. Als ihnen der Dorfkäser keine Milch mehr abnehmen will und der Kontrolleur die letzte Kuh aus dem Stall holt, «muess öppis goh». Miggu hat eine glorreiche Idee, wie man den maroden Betrieb wieder auf Vordermann bringen könnte. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Monika van de Giessen

kanton@luzernerzeitung.ch

Hinweis


Nächste Konzerte: Freitag, 17. März und Samstag, 18. März, jeweils 20 Uhr, Mehrzweckhalle Nebikon. Eintritt gratis, Türkollekte. Reservation: 062 754 12 76, Mo–Fr, 18 bis 19.30 Uhr.

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