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NEBIKON: Vereinsgründer fliegen Matchball ein

Noch bis heute Abend dauert das 24-stündige Jubiläumsspiel des SC Nebikon. Doch das ist nicht das einzige Spezielle am Match.
Spektakulär: Die Gründungsmitglieder Alois Wermelinger, Georg Schertl und Walter Kreienbühl (von links nach rechts) brachten gestern den Matchball per Helikopter nach Nebikon. (Bild Philipp Schmidli)

Spektakulär: Die Gründungsmitglieder Alois Wermelinger, Georg Schertl und Walter Kreienbühl (von links nach rechts) brachten gestern den Matchball per Helikopter nach Nebikon. (Bild Philipp Schmidli)

60 Jahre alt und immer noch die ganze Nacht durchmachen. Das geht, wie der SC Nebikon beweist. Er feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen. Dazu startete gestern um 18 Uhr ein 24-Stunden-Match, bei dem ein rotes und ein gelbes Team um den Sieg kämpfen.

Während des ganzen Matches spielen rund 350 Fussballerinnen und Fussballer, wobei jeweils zehn pro Team auf dem Spielfeld stehen. Der Match ist unterteilt in einstündige Spiele. Manche kicken gleich in zwei Spielen mit – jedoch gibt es pro Team auch zwei Fussballer, die die vollen 24 Stunden durchspielen wollen. Im Team Rot ist dies Giuseppe Ruggiero (44) vom FC Dagmersellen. «Ich mag Herausforderungen», sagt er. Sein Kontrahent ist Andreas Bärtschi (24). Er spielt in der zweiten Mannschaft des SC Nebikon und wollte diese aussergewöhnliche Möglichkeit nicht verpassen. Auch zwischenzeitliche Krisen soll sie vom Spielen nicht abhalten – auch nachts. Helfen soll nicht nur Koffein – die beiden hoffen auch auf viele Zuschauer, die sie anspornen.

«Beste Integration»

Als die Idee des 24-Stunden-Matches zum ersten Mal aufkam, gab es eher skeptische Rückmeldungen aus dem Verein. Es war nicht klar, welchen Aufwand dieses einmalige Vorhaben mit sich bringen würde. Von Aussen waren die Reaktionen aber durchwegs positiv, wie OK-Präsident Pirmin Knüsel berichtet.

Für den Match benötigte es jedoch nicht nur genügend Helfer, sondern auch genügend Spieler. Deshalb wurden auch die umliegenden Vereine angefragt, genauso wie Asylsuchende. «Da bereits seit Februar drei Asylsuchende mit viel Spass im Verein mitspielen, fragten wir sie an», erklärt OK-Präsident Knüsel.

Diese Idee hat auch einen symbolischen Wert: Es sei die «beste Integration», meinte gestern Inge Lichtsteiner (CVP) vom FC Kantonsrat nach der ersten Spielstunde. Das Projekt sei unterstützenswert – einer der Gründe für sie, daran teilzunehmen. Solche Anlässe seien wichtig für die Politik. «Hier sehen die Leute die Politiker, wie sie in ihrer Freizeit sind», sagt sie. Oft würden diese nämlich anders wahrgenommen.

Verein überwindet Grenzen

Als ob ein solcher Fussballanlass nicht schon speziell genug wäre, wurde auch der Ball auf eine ganz besondere Art und Weise hergebracht. Zusammen mit drei Gründungsmitgliedern des SC Nebikon wurde er per Helikopter eingeflogen. Nach etwa einer Viertelstunde Spielzeit wurde der Ball jedoch aus dem Spielfeld geschossen und musste ersetzt werden – dieser wurde aber nicht mit dem Helikopter eingeflogen.

Die Gründungsmitglieder dagegen verschwanden nicht so schnell wieder. Sie geniessen die Zeit zusammen. Georg Schertl kommt nämlich aus Deutschland. Er lebte nur während der Gründung für etwa zwei Jahre in der Schweiz und kehrte dann nach Deutschland zurück. Der SC Nebikon überwand eben schon damals Landesgrenzen.

Das einstündige Eröffnungsspiel ging gestern mit einem Zwischenstand von 2:2 zu Ende. Knapp vier Stunden später, bis Redaktionsschluss, hiess es aber schon 32:8 für Rot. Es bleiben aber noch mehrere Stunden zum Ausgleichen.

Manuela Liem

HINWEIS

Der Match dauert noch bis heute Abend um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

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