Kommentar

Nein zur Ortsplanung von Beromünster: Gemeinderat muss Bürger besser informieren

Die Revision der Ortsplanung wird in Beromünster an der Urne abgelehnt. Der Gemeinderat schaffte es nicht, die Unsicherheiten der Bürger zu legen. Das muss er mit Blick auf die zweite Abstimmung verbessern.

Niels Jost, Redaktor
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Redaktor Niels Jost.

Redaktor Niels Jost.

Bild: Corinne Glanzmann

Beromünster lehnt die Revision der Ortsplanung mit über 53 Prozent Nein-Stimmen ab. Das ist paradox: Denn das grosse Ganze war nie umstritten, wie auch Gespräche mit Kritikern zeigen. Ausschlaggebend dürften daher die Unsicherheiten gewesen sein, welche kurz vor der Abstimmung mit einem anonymen Flugblatt geschürt wurden.

Der Gemeinderat hat es verpasst, die darin aufgeworfenen Fragen zu klären. Wie stark wird Beromünster wachsen? Was geschieht mit dem Pflegeheim? Und wie viel Bauland kauft die Gemeinde? Die Antworten kennt der Gemeinderat. Nur stehen sie – wenn überhaupt – zu versteckt in den Abstimmungsunterlagen. Dass es zudem ein einfaches Flugblatt schafft, die jahrelange Vorarbeit mit immerwährender Kommunikation ins Wanken zu bringen, zeugt von mangelhafter Kommunikation.

Der Gemeinderat tut daher gut daran, diese emotionalen Fragen bis zur zweiten Abstimmung zu klären. Zu hoffen ist dabei, dass sich alle Interessierten einbringen – und sich nicht wieder in der Anonymität verstecken.

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