Kommentar

Nein zur Überbauung beim Bahnhof: Surseer Stadtrat sollte Wachstumsprobleme anpacken

Das Nein zur Überbauung auf dem Therma-Areal ist kein Nein gegen das Projekt an sich. Vielmehr breiten sich Wachstumsschmerzen aus.

Dominik Weingartner
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Dominik Weingartner

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Das Nein zur Überbauung auf dem Therma-Areal ist ein Rückschlag für den Surseer Stadtrat. Der Plan, den nächsten Mosaikstein für die Attraktivierung des Bahnhofgebietes zu legen, ist vorerst gescheitert. Das Therma-Areal wird nun noch länger eine unschöne Brache an zentraler Lage der Stadt Sursee bleiben.

Das Nein hat vielfältige Gründe. Gegen eine Verdichtung im Bahnhofsgebiet hat fast niemand etwas. Diese entspricht auch den Vorgaben des Kantons und ist auch schon an der Urne bestätigt worden. Auch der 63 Meter hohe Turm scheint nicht der entscheidende Punkt gewesen zu sein. Vielmehr hat das rapide Wachstum der vergangenen Jahre Spuren hinterlassen. Der Verkehr in und um Sursee hat zugenommen. Zahlreiche neue Überbauungen wecken Sorgen vor einem masslosen Wachstum mit entsprechenden Folgen.

Der Stadtrat tut gut daran, diese Sorgen ernst zu nehmen und konkrete Lösungsvorschläge für die Begleiterscheinungen des Wachstums zu präsentieren. Das Nein gegen den Bebauungsplan ist kein Nein gegen das konkrete Projekt, sondern eine Aufforderung, diese Probleme anzupacken.

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