Netzkosten: CKW ziehen vor Gericht

Weil deklarierte Netzkosten nicht vollumfänglich anerkannt werden, erwarten die CKW ein markant tieferes Ergebnis als im Vorjahr. Nun wird sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Fall beschäftigen.

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Die CKW erwartet tieferes Ergebnis. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Die CKW erwartet tieferes Ergebnis. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Am 30. September geht das Geschäftsjahr der Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) zu Ende. Schon jetzt ist aber klar: Die Ergebnisse aus dem Vorjahr können trotz gutem Stromabsatz und Effizienzmassnahmen nicht erreicht werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.

Netzkosten nicht voll anerkannt

Grund für das schlechtere Ergebnis sei die nicht vollumfängliche Anerkennung der deklarierten Netzkosten für das Geschäftsjahr 2008/09 durch die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Teilverfügung noch nicht rechtskräftig). Die daraus resultierende Rückstellung werde das Ergebnis in diesem Jahr stark belasten. Aufgrund der Tragweite des Entscheids auch für die künftigen Geschäftsjahre haben die CKW gegen diese Teilverfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht.

Am 6. Juli hat das Bundesgericht zudem im Fall Stahl Gerlafingen entschieden, dass diese den Strom über die Grundversorgung beziehen darf. Dies habe ebenfalls einen negativen Einfluss auf das Ergebnis.

Rückgang auch Konjunkturbedingt

Des Weiteren hätten die Entwicklungen an den Finanzmärkten zu einem negativen Einfluss auf die Performance des eidgenössischen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kernanlagen geführt. Die CKW rechnen damit, dass das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010/11 durch diesen Umstand mit einem tiefen bis mittleren, zweistelligen Millionenbetrag belastet wird. Schliesslich beeinträchtige der starke Schweizer Franken das Finanzergebnis mit einem einstelligen Millionenbetrag.

pd/bep