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Das Neubad Luzern feiert Jubiläum – und schafft Reserven für das Ende

Am Freitag findet im ehemaligen Luzerner Hallenbad die Feier zum fünfjährigen Bestehen statt. Die Verantwortlichen schauen aber nicht nur auf die Anfänge zurück, sondern bereiten sich schon jetzt auf die Auflösung des Betriebs vor.
Stefan Dähler
Blick in den ehemaligen Pool, der inzwischen für Veranstaltungen genutzt wird. Bild: PD

Blick in den ehemaligen Pool, der inzwischen für Veranstaltungen genutzt wird. Bild: PD

Seit fünf Jahren wird das ehemalige Luzerner Hallenbad vom Verein Netzwerk Neubad zwischengenutzt. Grund genug für ein grosses Fest, das am Freitag stattfinden wird. Das Haus hat Erfolg, ist inzwischen etabliert, doch es gab auch turbulente Zeiten. So stellte das baufällige Gebäude die Betreiber immer wieder vor Herausforderungen, es wurde aus finanzieller Not gar eine Spendensammlung durchgeführt. Letztes Jahr schliesslich trat der Vorstand geschlossen zurück und begründete dies offiziell damit, dass man den Weg für die Weiterentwicklung des Neubads freimachen wolle (wir berichteten).

Im April hat der neue Vorstand seine Arbeit aufgenommen. Das Verhältnis zur Geschäftsleitung sei gut, sagt Co-Geschäftsführer Dominic Chenaux, der in Absprache mit dem Vorstand den Medien Auskunft gibt. Man habe die Organisation angepasst. «Es wurden hauptsächlich die Schnittstellen zwischen operativer und strategischer Leitung deutlicher definiert. Grundsätzlich entstand daraus eine klassische Trennung zwischen operativer und strategischer Leitung mit klarer Schnittstellen- und Kompetenzenregelung.»

Ziel: Verlängerung bis 2024

Das sei eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Vereins. Chenaux nennt folgende Beispiele: «Der Vorstand überprüft die Jahresziele, entscheidet über den Budgetentwurf und definiert langfristige, strategische Ziele.» Es gebe aber auch Aufgaben, die gemeinsam ausgeführt werden müssten. «Bei den Verhandlungen mit der Stadt ist das Know-how der Mitarbeitenden wichtig, sie wissen Bescheid über bestehende Abmachungen oder betriebliche Details.»

Apropos Verhandlungen mit der Stadt: Der Vertrag für die Nutzung des alten Hallenbads läuft noch bis 2019, eine Verlängerung bis 2024 steht im Raum, die Verhandlungen laufen. «Dabei wird von beiden Parteien die Möglichkeit zur Nutzung bis 2024 angestrebt», so Chenaux. Weitere Auskünfte könne man derzeit wegen der Verhandlungen keine erteilen, deren Abschluss werde im Frühjahr 2019 erwartet.

«Es geht darum,
Reserven für die Auflösung des
Betriebs anzuhäufen.»

Dominic Chenaux, Co-Geschäftsführer Neubad

Aktuell habe «die Schaffung finanzieller Reserven zugunsten einer stärkeren Planungssicherheit des Vereins» Priorität. Weitere bauliche Veränderungen sind nach der Eröffnung des Kellers vorerst nicht geplant. «Es geht darum, Reserven für die Auflösung des Betriebs anzuhäufen», sagt Chenaux. «Im besten Fall zügeln wir 2024. Nach der Schliessung des Betriebs fallen zuerst die Einnahmen weg, doch wir werden noch Ausgaben für Rückbau, Zwischenlagerung und Personelles haben.» Weiter wolle man für den Fall gewappnet sein, dass der Betrieb wegen eines unerwarteten Schadens des Gebäudes vorübergehend pausieren muss. Ende 2017 betrug die Reserve 115'000 Franken, das Ziel sind 200'000 Franken.

Vorstand ist in Bauszene gut vernetzt

Chenaux benutzt das Wort «zügeln». Soll das Neubad nach dem Ende der Zwischennutzung an einem anderen Ort weitergeführt werden? «Das wäre unser Wunsch. Derzeit hat die Suche nach einem Nachfolgestandort aber keine Priorität.» Allfällige Zwischennutzungen ab 2024 sind heute noch nicht absehbar. «Aber wenn es soweit ist, haben wir im Vorstand Persönlichkeiten, die diesbezüglich gut vernetzt sind.» Da wären etwa Bruno Koch, ehemaliger Geschäftsleiter der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern, oder Reto Burch, Projektleiter Quartierentwicklung bei der Stadt Luzern.

Die Idee, dass der Verein Netzwerk Neubad als professionelles Kompetenzzentrum für Zwischennutzungen geführt werden kann, wird vorerst nicht weiterverfolgt. «Dies aufgrund fehlender Ressourcen», sagt Chenaux. «Wir betreiben aber eine Anlaufstelle für Beratungen, die nicht proaktiv, sondern nur auf Anfrage und je nach Kapazität tätig ist.»

Hinweis: Zur Feier des fünfjährigen Bestehens findet am Freitag im Neubad an der Bireggstrasse ein grosses Fest statt. Es beginnt um 17 Uhr und dauert bis 5 Uhr morgens. In sämtlichen Lokalen des Hauses gibt es Konzerte, Lesungen, Installationen etc. Der Eintritt kostet 5 Franken. Infos: www.neubad.org

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