Neubau der Bibliothek: bis 2013 nicht möglich

Der Kantonsrat will möglichst rasch eine neue Zentral- und Hochschulbibliothek bauen. Daraus dürfte vorerst nichts werden, denn dafür ist eine städtische Volksabstimmung nötig.

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Bröckelnde Fenstersimse: die Fassade der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Bröckelnde Fenstersimse: die Fassade der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Jetzt ist es offiziell: Der Regierungsrat wird dem Stadtrat eine Änderung der Bau- und Zonenordnung (BZO) beantragen. Damit soll das möglich werden, was der Kantonsrat im Dezember 2011 beschlossen hat: ein Neubau der mehr als 60 Jahre alten Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB). Laut dem für Hochbauten zuständigen Regierungsrat Marcel Schwerzmann wird die BZO-Ergänzung dem Stadtrat demnächst mitgeteilt. Bedeutet dies, dass die ZHB jetzt innert Kürze abgerissen und nach den Wünschen des Kantonsrats neu gebaut wird, also mit Luxuswohnungen und Büros im gleichen Gebäude?

Mitnichten. Der städtische Baudirektor Kurt Bieder will den Antrag der Regierung zwar nicht kommentieren, wie er ausrichten lässt. Laut Aussagen von Juristen der Stadt wird das Anliegen des Kantonsrats jedoch in der laufenden BZO-Revision keinen Platz finden. Die Zeit reiche nicht. Das heisst konkret: Bis mindestens 2013 ist ein Neubau der ZHB unmöglich. Dann nämlich soll – frühestens – eine Volksabstimmung über die BZO-Revision stattfinden. Bis jetzt sind auf dem ZHB-Grundstück weder Arbeiten noch Wohnen möglich.

Lukas Nussbaumer

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