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Die App «iParkiere Bus» soll Cars durch die Stadt Luzern lotsen

Die Car-App der Stadt Luzern ist da: Sie heisst «iParkiere Bus» und soll Chauffeuren zeigen, wo sie den Car am besten parkieren. Später könnte ein Reservationssystem dazu kommen, das den Cars bestimmte Parking-Zeitfenster zuteilt.
Simon Mathis
Die neue App heisst «iParkiere Bus». Im Bild ein Erklärungs-Comic der Stadt. (Bild: PD)

Die neue App heisst «iParkiere Bus». Im Bild ein Erklärungs-Comic der Stadt. (Bild: PD)

Wer immer schon mal wissen wollte, wie viele Cars momentan wirklich in der Stadt Luzern stehen, kann dies nun mit ein paar Klicks herausfinden. Denn seit gestern ist die schon länger angekündigte App «iParkiere Bus» für iOS und Android verfügbar. Sie zeigt an, wie ausgelastet die Car-Parkplätze in Luzern zu einem bestimmten Zeitpunkt sind. Der Name ist zwar Schweizerdeutsch, die App unterstützt jedoch die Sprachen Deutsch und Englisch.

Zielgruppe der App sind Chauffeure und Reiseleiter. Wie viele von ihnen die App schon jetzt nutzen, lasse sich noch nicht sagen, erläutert Projektleiterin Leevke Stutz. «Es wird eine gewisse Zeit dauern, bis die App bei den Nutzern bekannt ist und zahlreich genutzt wird.» Dabei helfen sollen etwa Plakate, die am Montag auf den Car-Halte- und Parkplätzen aufgestellt wurden. Zudem verteilt unter anderem der Verkehrsdienst Flyer zur App.

Sensoren melden 
Veränderungen in Echtzeit

Wer die App auf seinem Handy installiert hat, erhält eine Pop-Up-Meldung, wenn er sich der Stadt Luzern nähert. Wenn der Nutzer per Klick bejaht, errechnet die App den bestmöglichen Parkplatz. Dabei bezieht sie den aktuellen Standort des Cars und die Verkehrssituation ein. «Der grosse Vorteil der App ist, dass man nicht jeden Parkplatz einzeln abfragen muss», erläutert Leevke Stutz. Das erledigt der Algorithmus. Danach öffnet die App das Navi des Handys und lotst den Chauffeur an die Haltestelle. An jeder Car-Haltestelle der Stadt sind Sensoren aufgestellt. Sobald sich dort etwas bewegt, melden sie die Änderung. «Die App aktualisiert die Infos innerhalb von wenigen Sekunden», sagt Stutz.

Zwei Screenshots auf Android: Links die Übersichtskarte mit freien Car-Parkplätzen, rechts genauere Angaben zur Haltestelle Löwenplatz. (Bild: Simon Mathis, 6. Mai 2019)

Zwei Screenshots auf Android: Links die Übersichtskarte mit freien Car-Parkplätzen, rechts genauere Angaben zur Haltestelle Löwenplatz. (Bild: Simon Mathis, 6. Mai 2019)

Die Kosten für das System betragen 97'000 Franken. Pro Jahr fallen zudem Betriebskosten von ungefähr 50'000 Franken an. Diese beinhalten die Instandhaltung der Sensoren, die gesamte Übertragungstechnik, das Management-Tool sowie die Nutzungslizenzen der App. Die Stadt entwickelte die App gemeinsam mit dem Unternehmen Arcade Solutions mit Sitz in Luzern.

Die App soll den Suchverkehr reduzieren und so die Verkehrsinfrastruktur entlasten. Zudem liefert sie der Stadt wertvolle Informationen. Die Daten sollen erstmals umfassende statistische Auswertungen zum Carverkehr und zum Parkierungsverhalten möglich zu machen: Wann und wo sind die Parkplätze ausgelastet? Wie verändert sich die Auslastung abhängig von Saison, Tageszeit und Wochentag? Persönliche Daten oder Daten zum Car erfasst die App allerdings nicht; für die Anmeldung reicht ein Pseudonym.

Die Daten sollen beim Strategieprozess Carregime eine wichtige Rolle spielen, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Dazu wolle der Stadtrat nach einer Analysephase, die im Herbst 2019 abgeschlossen wird, ein gemeinsames Verständnis über das künftige Carregime entwickeln. Angedacht sei ein umfassender partizipativer Planungsprozess. «Erst danach werden bestehende und allenfalls neue Lösungsansätze für die Carparkierung auf ihre Verträglichkeit mit den Zielsetzungen geprüft», so die Stadt.

Zeitfenster wie
 auf dem Flugplatz

Künftig könnte es der Stadt möglich sein, den Cars via App einen bestimmten Zeit-Slot zuzuweisen. «Ähnlich wie im Flugverkehr müssten sich die Chauffeure vorgängig anmelden und können nur während des zugewiesenen Zeitfensters halten», sagt Stutz. Diese Funktion sei jedoch in der Umsetzung komplex und bedürfe neben technischen Anpassungen auch betriebliche Massnahmen an den Halteplätzen. Grundsätzlich könne man die App aber mit vielen Funktionen ergänzen.

«Das digitale Fundament ist da, nun brauchen wir die Akzeptanz der Benutzer», sagt Umwelt- und Mobilitätsdirektor Adrian Borgula (Grüne). «Das wird eine Herausforderung sein. Denn wir müssen sicherstellen, dass ein allfälliges Reservationssystem nicht einfach umgangen wird und die Cars irgendwo illegal parkiert werden.»

Die App «iParkiere Bus» im Erklärungsvideo der Stadt Luzern:

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