Neue Ausbildung soll Pfleger-Mangel dämpfen

Luzern bietet als Pilotkanton die zweijährige Ausbildung «Assistent/in Gesundheit und Soziales» an. Dabei sollen vorwiegend praktische Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialbereich unterrichtet werden.

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Symbolbild. (Bild: Archiv Neue NZ)

Symbolbild. (Bild: Archiv Neue NZ)

Im Bereich Pflege und Betreuung ist in den kommenden Jahren mit einem akuten Mangel an Fachpersonal zu rechnen. Um zusätzliches Personal rekrutieren zu können, hat sich der Kanton Luzern dafür eingesetzt, die zweijährige Attest-Ausbildung «Assistent/in Gesundheit und Soziales» bereits ab Sommer 2011 zu ermöglichen. Ab 2012 wird die neue Ausbildung regulär in der ganzen Schweiz angeboten. Die einjährige Ausbildung zum Pflegeassistenten wird dafür eingestellt.

50 Ausbildungsplätze

In der Zentralschweiz werden dann in mehr als 30 Lehrbetrieben rund 50 Ausbildungsplätze für die zweijährige Ausbildung zur Verfügung stehen. Davon befinden sich 33 Plätze im Kanton Luzern, wie die Staatskanzlei Luzern in einer Medienmitteilung schreibt. Der Berufsschulunterricht wird für alle Zentralschweizer in Luzern am Berufsbildungszentrum Gesundheit und Soziales stattfinden. Zahlreiche Lehrstellen seien bereits besetzt.

Nachfolgende Ausbildung möglich

Assistenten für Gesundheit und Soziales pflegen und begleiten Menschen unterschiedlicher Altersstufen mit physischen, psychischen, geistigen und sozialen Einschränkungen. Sie arbeiten in Alters- und Pflegezentren, Behindertenorganisationen, Spitälern oder Spitexorganisationen.

Nach bestandener Lehre erhalten die Absolventen das eidgenössische Berufsattest (EBA). Anschliessend wäre es möglich, in einer verkürzten Ausbildung das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Fachfrau/-mann Gesundheit oder Fachfrau/-mann Betreuung zu erwerben.

pd/das