Neue Bus-Durchmesserlinien in der Region Luzern geplant

Bis 2027 sollen in Luzern zwei neue Bus-Durchmesserlinien in Betrieb gehen – darunter die Verknüpfung der Linien 8 und 19 (Hirtenhof-Kantonsspital). Ferner werden beispielsweise am Sonnenberg die Linien 11 und 15 miteinander verbunden.

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Der 12er - hier in der Nähe des Kreuzstutz-Kreisels - wird mit dem 8er verbunden und zur neuen Linie 3. (Archivbild: LZ)

Der 12er - hier in der Nähe des Kreuzstutz-Kreisels - wird mit dem 8er verbunden und zur neuen Linie 3. (Archivbild: LZ)

(hor/pd) Momentan wenden ein Grossteil der Buslinien am Bahnhofplatz Luzern. Mit dem Programm «AggloMobil 4» ist nun ein grosser Ausbau geplant, wie der Verkehrsverbund Luzern (VVL) am Mittwoch mitteilte. Darunter sind mehrere neue Durchmesserlinien, bei denen auch Batterietrolleybusse zum Einsatz kommen werden. Dadurch müssen Trolleybus-Fahrleitungen nur noch punktuell erstellt werden (wir berichteten). Konkret sind folgende neue Buslinien geplant:

  • Mit der neuen Linie 3 (Littau–Luzern Bahnhof–Würzenbach) entsteht ab 2024 eine neue Direktverbindung. Dabei werden die heutige Linie 12 und ein Teil der Linie 8 miteinander verbunden. Dank dem Einsatz von Doppelgelenktrolleybussen erhöht sich die Kapazität insbesondere zwischen Bahnhof Luzern und Littau. Mit der technologischen Entwicklung sind künftige Trolleybusse in der Lage, kurze Linienabschnitte mittels Batterie zu fahren. Richtung Littau muss dadurch nur die steile Strecke zwischen Kreuzstutz und St. Michael mit Fahrleitungen versehen werden, die restliche Strecke bis Tschuopis würde im Batteriebetrieb befahren.
  • Das Kantonsspital Luzern soll aus Norden und Süden ohne Umsteigen mit dem ÖV erreichbar sein. Geplant ist ab 2024 eine neue Durchmesserlinie, indem der südliche Linienast der Linie 8 von Hirtenhof mit der Linie 19 verbunden wird. Während den Hauptverkehrszeiten erfolgt eine Verlängerung in Richtung Emmenbrücke, womit die Anbindung des Kantonsspitals Richtung Norden gestärkt wird. Dies ergänzt die neue Linie 30, welche ab Dezember 2019 Littau und Ebikon direkt mit dem Kantonsspital verbinden wird.
  • Für die ab 2022 vorgesehene Verlängerung der Linie 4, von der heutigen Endhaltestelle Hubelmatt bis zum Zihlmattweg/Allmend, kann durch den Einsatz von Batterietrolleybussen auf neue Fahrleitungen verzichtet werden. Langfristig strebt der VVL die Verlängerung der Linie 4 bis an den Bahnhof Kriens‐Mattenhof an. 

Weitere Änderungen plant der VVL zudem in Kriens und Horw. Die Linie 16 verkehrt zwischen den beiden Ortszentren künftig im 15-Minuten-Takt – und führt neu über die Ringstrasse. Weiter sollen am Sonnenberg die Linien 11 und 15 miteinander verknüpft und als Tangentiallinie von Kriens Busschleife via Sonnenberg, Dattenberg Richtung Eichhof–Tribschen geführt werden. Die Pilatusbahnen werden weiterhin ab Kriens Busschleife bedient.

Aufgrund der «sehr geringen Nachfrage» soll künftig auf die Bedienung des Linienasts Sidhalde verzichtet werden, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Der VVL schreibt dazu: «Mit diesen Anpassungen werden einige der heutigen Bushaltestellen in Kriens nicht mehr bedient, die Erschliessung ist jedoch weiterhin gewährleistet. Die Fokussierung auf Hauptlinien ermöglicht dichtere Takte und längere Betriebszeiten, und damit insgesamt ein besseres öV‐Angebot.»