Neue Direktorin präsentiert erstes Programm

Die neue Direktorin des Kunstmuseums Luzern, Fanni Fetzer, hat sich am Montag mit dem Jahresprogramm 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Zentrum steht die Sommerausstellung «Nouvelles boîtes!», in der sie sich mit den Räumen des Museums auseinandersetzt.

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Die Direktorin des Kunstmuseums Luzern: Fanni Fetzer. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Direktorin des Kunstmuseums Luzern: Fanni Fetzer. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Den Einstand gibt Fetzer, die vom Kunstmuseum Langenthal nach Luzern gekommen ist, mit einem Werkbericht zur 1977 geborenen tschechischen Konzeptkünstlerin Katerina Seda. Sedas Werk sei nicht Theater, nicht Therapie und nicht Sozialwissenschaft, sie bewege sich aber an der Grenze zur Kunst, sagte Fetzer.

Die Sommerausstellung, die von Juli bis Oktober gezeigt wird, heisst «Nouvelles boîtes!». Mit einer internationalen Gruppenausstellung will sich Fetzer mit den speziellen Räumen des Kunstmuseums Luzern auseinandersetzen.

Der französische Architekt Jean Nouvelle habe im KKL Luzern, in dem das Kunstmuseum untergebracht ist, einen White Cube geschaffen. Es seien abstrakte Räume, in denen die Orientierung schwierig sei. Nouvelle habe Räume, aber keine Orte geschaffen.

Im Winter 2012/13 präsentiert Fetzer zudem eine Ausstellung mit Werken des 1944 geborenen Schweizers Helmut Federle. Federles Werk ist nur schwer einzuordnen. Die Luzerner Ausstellung konzentriert sich auf sein jüngstes Werk, das Geometrie und Spiritualität verbindet.

Kurator Christoph Lichtin nimmt sich in einer Ausstellung des Orts an, an dem Kunst produziert wird: «Das Atelier. Orte der Produktion». Ausgangspunkt ist das klassische Atelier von Félix Valleton. Zu sehen sein wird auch eine für die Ausstellung geschaffene Installation von Michael Beutler.

Im Herbst zeigt das Kunstmuseum eine dokumentarisch-historische Ausstellung zum 1988 verstorbenen amerikanischen Objektkünstler Paul Thek. Kuratorin ist Susanne Neubauer. Parallel dazu läuft eine öffentliche Restaurierung von drei monumentalen Tafelbildern von Martin Moser aus dem 16. Jahrhundert.

Für Frühling 2012 vorgesehen ist zudem eine Ko-Produktion mit Fumetto - Internationales Comix-Festival Luzern. Zu sehen sein werden Werke des Amerikaners Raymond Pettibon.

sda