Neue Integrationsregeln für Ausländer

Luzern trifft mit Ausländern Integrationsvereinbarungen. Wer sie nicht erfüllt, erhält eine zweite Chance.

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Die Russin Tamara Kazeeva und ihr Mann Mikhail Kudryavitskiy beim Amt für Migration. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Die Russin Tamara Kazeeva und ihr Mann Mikhail Kudryavitskiy beim Amt für Migration. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Tamara Kazeeva (25) ist letzten Freitag in der Schweiz angekommen. Gestern sass die Russin in der Stadt Luzern in einem Büro des Amtes für Migration – um mit dem Staat eine so genannte Integrationsvereinbarung abzuschliessen.

«Die Unterzeichnende besucht einen Deutsch- und Integrationskurs, um sich im Alltag selbstständig verständigen zu können», steht in der vorbereiteten Vereinbarung. 120 Lektionen in 12 Monaten sind vorgesehen. Seit Anfang dieses Jahres traf der Kanton mit 84 Ausländern eine solche Vereinbarung und führte 906 Begrüssungsgespräche. Sie sind Teil von Integrations­massnahmen, die der Bund im neuen Ausländergesetz vorsieht. Die ersten Erfahrungen sind laut Max Plüss, Leiter des Amts für Migration, positiv. Zur künftigen Praxis hält Plüss fest: Wer vereinbarte Sprach- und Integrationskurse nicht besuche, dem drohe nicht automatisch der Verlust der Aufenthaltsbewilligung. «Wir geben der Person eine zweite Chance und legen ihr nahe, die Kurse im nächsten Jahr zu besuchen.»

Thomas Oswald

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.