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Neue Reha-Klinik in Hertenstein ist endlich baureif

Nach langem Tauziehen mit Schutzverbänden kann das Campus Hotel Hertenstein zur Reha-Klinik erweitert werden. Während der Bauzeit muss das Hotel vorübergehend schliessen.
Niels Jost
So soll das bronzefarbene Klinik-Gebäude neben dem weissen Campus Hotel Hertenstein dereinst aussehen. (Visualisierung: PD/Marques Architekten)

So soll das bronzefarbene Klinik-Gebäude neben dem weissen Campus Hotel Hertenstein dereinst aussehen. (Visualisierung: PD/Marques Architekten)

Es geht endlich vorwärts mit dem Erweiterungsbau des Campus Hotel Hertenstein. Das Seminarhotel im Weggiser Ortsteil soll bekanntlich mit einer neuen Reha-Klinik ergänzt werden. Zudem sind sechs Wohnhäuser zur Vermietung vorgesehen.

Die Projektidee gibt es schon seit 2013. Wegen Einsprachen von Landschaftsschutzverbänden musste es allerdings mehrmals überarbeitet werden. Aus dem einstigen Ziel, mit den Bauarbeiten im Herbst vor einem Jahr zu starten, wurde nichts.

Baustart voraussichtlich im Herbst

Nun sind die Einsprachen erledigt, die Baubewilligung ist erteilt. Im Herbst sollen die Baumaschinen aller Voraussicht nach auffahren. Gut ein Jahr lang werden die Arbeiten dauern. Im Winter 2019/2020 soll alles fertig sein, sagt Markus Knopf, Verwaltungsrat der Campus Hotel Hertenstein AG, auf Anfrage. Weil der genaue Bauplan derzeit erst ausgearbeitet werde, ist Knopf allerdings noch etwas vorsichtig mit konkreten Zeitangaben. «Unser Ziel ist es aber sicherlich, die Bauarbeiten vor der Sommersaison 2020 abzuschliessen.» Klar ist bereits jetzt, dass das Campus Hotel wegen der Bauarbeiten kommenden Winter geschlossen ist. Tagestouristen oder Ausflügler, welche mit dem Schiff nach Hertenstein fahren, dürfen aber beruhigt sein: Das Café Vienna bleibt bei schönem Wetter das ganze Jahr über offen.

Spitalliste bleibt bei 16 Zimmern

Kern des Projektes ist der bereits erwähnte Erweiterungsbau für die Rehabilitations-Klinik Cereneo mit 23 Einzelzimmern, welcher direkt hinter dem Campus Hotel zu stehen kommt. Dort sollen Menschen behandelt werden, welche unter einer neurologischen Erkrankung leiden – etwa Patienten, die einen Hirnschlag erlitten haben.

Damit erweitert die Cereneo AG unter dem Patronat des österreichischen Unternehmers Peter Pühringer ihr Angebot. Denn bereits rund acht Kilometer weiter, im Gebäude des Park Hotel Vitznau, bietet die Klinik Reha-Patienten Zimmer zur Wiedergenesung an. 16 stehen gar auf der Spitalliste. Sprich: Auch Grundversicherte können sich in Vitznau von ihrer Erkrankung erholen.

4 Bilder

So sehen die neue Klinik und die Wohnhäuser aus

Apropos Spitalliste: Fest steht bereits, dass auch mit dem Ausbau in Hertenstein die Spitalliste der Cereneo AG mit den derzeit 16 Betten nicht erweitert wird.

Der Erweiterungsbau für die Klinik erhält eine bronzefarbene Fassade. Damit bleibt das weisse Campus Hotel nach wie vor dominant, das Klinik-Gebäude nimmt sich so hingegen zurück, teilt die Marques Architekten AG aus Luzern mit. Gleiches gilt für die sechs geplanten Wohnhäuser, welche hinter dem Hotel in den Hügel gebaut werden. Sie beinhalten 38 Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen.

150 unterirdische Parkplätze

Die Baukosten belaufen sich auf rund 40 bis 50 Millionen Franken. Darin eingerechnet sind auch die Aufwendungen für eine dreistöckige unterirdische Garage mit 150 Parkplätzen. Dass diese in den Boden verlegt werden, war eine Anregung der Landschaftsschutzverbände. Doch sind 150 Parkplätze nicht etwas viel? Markus Knopf verneint: «Das Seminarhotel verfügt über 60 Zimmer, die Klinik wird rund 60 zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen, zudem haben wir hier an die 30 Hochzeiten pro Jahr. Die 150 Parkplätze werden gut ausgelastet sein.» Dies auch deshalb, weil die meisten Mitarbeiter und Gäste mit dem Auto anreisen werden, da eine Anbindung an den ÖV – abgesehen von der Schiffsstation – fehlt.

Die Gemeinde Weggis prüft nun allerdings, die ÖV-Erschliessung durch den Schul- und Ortsbus zu ermöglichen, wie es auf Anfrage heisst. Um die bestehende Linie von der Luftseilbahn Rigi Kaltbad nach Hertenstein zu erweitern, brauche es zunächst aber detaillierte Abklärungen.

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