NEUE LUZERNER ZEITUNG: Ansturm auf Eier und Hasen

Im Gespräch mit unserer Zeitung waren 2000 Ostereier im Nu weggetütscht. Südamerikanische Touristen zeigten die Begeisterung auf ihre eigene Art.

Yves Portmann
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Der stellvertretende Chefredaktor Jérôme Martinu verteilt am Eiertütschen der «Neuen Luzerner Zeitung» auf dem Weinmarkt Eier und Hasen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der stellvertretende Chefredaktor Jérôme Martinu verteilt am Eiertütschen der «Neuen Luzerner Zeitung» auf dem Weinmarkt Eier und Hasen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Hunderte Leserinnen und Leser der «Neuen Luzerner Zeitung» liessen sich von den winterlichen Temperaturen nicht von einem Besuch auf dem Luzerner Weinmarkt abhalten. Beim ungezwungenen Gespräch mit den zahlreich anwesenden Redaktoren und Mitarbeitern des Verlags unserer Zeitung wurden gestern Vormittag im Nu 2000 blau gefärbte Ostereier getütscht, geschält und mit Senf oder Aromat verspiesen.

«Gibt der Zeitung ein Gesicht»

Diese Gelegenheit liess sich auch Familie Kühnis aus Luzern nicht entgehen. «Es ist interessant, die Menschen hinter den geschriebenen Artikeln persönlich zu treffen. Der Zeitung wird dadurch ein Gesicht gegeben», sagt Renate Kühnis (40). Im Gespräch mit Sportredaktor Albert Krütli fällt das Gesprächsthema schon bald auf den FC Luzern. «Mein Mann ist aus St. Gallen und unterstützt deshalb den FC St. Gallen», sagt Kühnis. Zum letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams meint Norbert Kühnis (43) augenzwinkernd, dass der FCL ja auch mal gewinnen müsse. Sohn Jens (5) ist FCL-Fan und tröstet seinen Vater: «Papi, du musst nicht traurig sein.» Kaum gesagt, schnappt sich Jens ein blaues Osterei, tütscht, schält und isst es.

Redaktor Krütli will von der Mutter wissen, ob die Kinder Louisa (7) und Jens die «Neue Luzerner Zeitung» auch lesen. «Sie schauen sich immer Rabenau an und kennen dank den Bildern in der Zeitung beispielsweise den Papst oder Roger Federer», weiss Renate Kühnis.

«Wir setzen keine Boulevard-Titel»

Ernsthafter ging es im Gespräch zwischen Werner Schildknecht (78) und dem stellvertretenden Chefredaktor Jérôme Martinu zu und her. «Ab und zu finde ich die Schlagzeilen etwas übertrieben formuliert», sagt Schildknecht. Martinu bedankt sich für die Rückmeldung und erklärt: «Die Titelsetzung ist ein wichtiges Thema. Der Titel darf verkürzen und einen Artikel auch zuspitzen – er darf aber auf keinen Fall falsch sein. Fehler können passieren, aber wir setzten keine Boulevard-Titel.» Schildknecht ist froh, dass er sein Anliegen direkt anbringen konnte: «Ich finde es sehr gut, dass man hier mit der Redaktion ins Gespräch kommen kann.» Selber Meinung sind auch Gerold (69) und Marlene (63) Küttel aus Horw. «Es ist ein spannender und geselliger Anlass», sagen die beiden unisono.

Vreni Ineichen, links, und Antonia Ditadi schälen nach dem Tütschen die Eier. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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Marlene Küttel, Gerald Küttel, Marlise Sigrist (v.l.n.r.) (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Jérôme Martinu im Gespräch mit einer Leserin. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Gerald Küttel (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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«Das Eiertütschen ist ein spannender und geselliger Anlass», sagt
Marlene Küttel (63) aus Horw. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
«Durch das persönliche Treffen mit den Redaktoren wird der Zeitung ein Gesicht gegeben», sagt Renate Kühnis (40) aus Luzern. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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Reporter Christian Hodel wird zur VIP. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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«Ab und zu finde ich die Schlagzeilen etwas übertrieben formuliert.» Werner Schildknecht (78), Luzern. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Verena Pürro beim «Eiertütsche» auf dem Weinmarkt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Jérôme Martinu, der stellvertretende Chefredaktor, wird bedrängt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Jérôme Martinu im Gespräch mit einer Leserin. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Das Rascheln im Osternest. Jérôme Martinu wird bedrängt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Leserschaft tütscht begeistert Ostereier. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Leserschaft tütscht begeistert Ostereier. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Reporter Roger Rüegger bietet der Leserschaft Ostereier an. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Reporter Roger Rüegger bietet der Leserschaft Ostereier an. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Reporter Roger Rüegger bietet der entzückten Leserschaft Ostereier an (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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Lukas Nussbaumer, links, spricht mit einem Leser. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Vreni Ineichen, links, und Antonia Ditadi schälen nach dem Tütschen die Eier. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Auch Schoggihasen hoch im Kurs Neben den Ostereiern verteilten die Verlags- und Redaktionsmitarbeiter auch 2000 Schoggihasen. Dass die Schweizer Schokolade offensichtlich auch in Südamerika sehr beliebt ist, bewies eine Touristengruppe, die einen Korb mit Osterhasen überfallsartig für sich in Beschlag nahm und innert Sekunden leerte. Auch diese Aktion dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die 2000 Schoggihasen und Ostereier beim vierten Eiertütschen unserer Zeitung innert weniger als zwei Stunden weg waren. Entsprechend zufrieden ist Marketing-Leiterin Fiona Steiner mit dem Anlass. «In vielen spannenden Gesprächen konnten wir unseren Lesern auf den Zahn fühlen», resümiert Steiner.