NEUE PFLEGEFINANZIERUNG: Werden Betagte in Zukunft abgeschoben?

Unattraktiv sein für betagte Menschen: Das könnte bald das Ziel einiger Gemeinden sein. Die neue Pflegefinanzierung löse diesen Anreiz aus, sagen Gemeindevertreter.

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Erika Lüscher (73) mit Praktikantin Suzana Jetishi im Haus für Pflege und Betreuung Seeblick in Sursee. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Erika Lüscher (73) mit Praktikantin Suzana Jetishi im Haus für Pflege und Betreuung Seeblick in Sursee. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Die neue Pflegefinanzierung kommt die Luzerner Gemeinden teuer zu stehen. Rund 40 Millionen Franken müssen sie künftig mehr bezahlen. Das zumindest rechnet die Regierung im neuen Gesetz über die Finanzierung der Pflegeleistungen, das sich zurzeit in der Vernehmlassung befindet, vor. Der Luzerner Altersheimleiterverband (LAK) spricht gar von fast 80 Millionen Franken Brutto-Mehrkosten.

«In Zukunft wird sich eine Gemeinde aktiv überlegen müssen, ob sie attraktive Dienstleistungen für neu zuziehende ältere Menschen anbieten soll, weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten kann», sagt der Hochdorfer Gemeindeammann Franz Bucher. Hochdorfs Infrastruktur bietet Platz für rund 165 Betagte und Pflegebedürftige. In der Gemeinde ist man mit Drittinvestoren daran, Wohnangebote für ältere Personen auszubauen. «Kommt die neue Pflegefinanzierungsregelung, so wie sie die Regierung vorschlägt, müssen wir über die Bücher», sagt Bucher.

Harry Tresch

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.