Neue Regeln auf Luzerner Seen

Die neue Luzerner Schifffahrtsverordnung bringt vor allem auf dem Sempachersee einige Neuerungen. So sind nur noch Schiffe mit Aufbauten von maximal 1,5 Metern Höhe zugelassen und das Kitesurfen wird ganz untersagt.

Drucken
Teilen
Fischerboot auf dem Sempachersee. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Fischerboot auf dem Sempachersee. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat die neue Schifffahrtsverordnung per 1. März 2011 in Kraft gesetzt. Die Verordnung regelt den Vollzug des Binnenschifffahrtsrechtes des Bundes sowie die Benützung der luzernischen Gewässer durch Schiffe und legt die Zuständigkeiten fest, schreibt die Staatskanzlei Luzern in einer Mitteilung.

Nur noch 1,5 Meter hohe Schiffe   

Mit verschiedenen Massnahmen soll die Verträglichkeit der Schifffahrt für den Sempachersee und die nicht motorisierten Seebenützerinnen und -benützer verbessert werden. Daher sind Schiffe mit festen Aufbauten von mehr als 1,5 Metern Höhe über der Wasserlinie (bisher galt eine Längenbeschränkung von 5,5 Metern) sowie einer maximalen Antriebsleistung von mehr als 100 PS nicht mehr erlaubt.

Die heute zugelassenen Schiffe mit einer höheren Antriebsleistung können übergangsweise weiterhin betrieben werden, bis entweder der Motor oder das ganze Schiff ersetzt werden müssen.

Aus für Kitesurfer auf dem Sempachersee

Auch das gewerbsmässige Wasserskifahren und Wakeboarden wird in Zukunft untersagt. Für Private ist dies weiterhin möglich. Nicht mehr erlaubt ist hingegen das Drachensegeln (Kitesurfen) auf dem Sempachersee.

Die Zahl der Zugboote zum Wasserskifahren bleibt auf 50 beschränkt und die dazu notwendige Spezialbewilligung wird jeweils für ein Kalenderjahr ausgestellt. Zudem gilt auf dem Sempachersee weiterhin ein Kontingent von 400 Booten mit Verbrennungsmotor.Die Anzahl der Boote mit Elektromotor ist nicht beschränkt.

Tempo-10-Zone in der Horwerbucht erweitert

In der Luzerner Seebucht sowie in der Horwerbucht wird die heutige Regelung der erweiterten Uferzonen über die 300 Meter Uferabstand hinaus übernommen. Die Gemeinde Horw hat im Vernehmlassungsverfahren gefordert, die Tempo-10-Zone in der Horwerbucht bis zur Kantonsgrenze Hergiswil zu erweitern, um das neu erstellte Naturschutzgebiet entlang der Autobahn zusätzlich zu schützen.

Anlege- und Gästeplätze neu geregelt

Anlege- und Gästeplätze erlauben es Schiffsbesitzern, auch in anderen als nur den Heimathäfen festzumachen. Mit der neuen Verordnung soll die Grundlage dazu geschaffen werden, dass Schiffe in der Regel an ihren Standplätzen liegen. Die Beschränkung des Stillliegens auf 30 Tage pro Kalenderjahr unterbindet das langfristige Vermieten der Anlege- und Gästeplätze in den Häfen.

pd/bep