NEUE REGIONALPOLITIK: Der Pferderennbahn werden Sporen gegeben

Der Regierungsrat glaubt an ein Pferdesportzentrum in Ruswil. Er unterstützt es mit einer Viertelmillion – obwohl er auch Risiken sieht.

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Irene Eiholzer mit Prinz und dem Island-Pony Löftur beim Ausritt auf dem Rüediswilermoos in Ruswil. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Irene Eiholzer mit Prinz und dem Island-Pony Löftur beim Ausritt auf dem Rüediswilermoos in Ruswil. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Vorerst sieben innovative Projekte in ländlichen Regionen unterstützt der Kanton Luzern mit öffentlichen Geldern über die neue Regionalpolitik (Ausgabe von gestern). Das wohl spektakulärste ist die geplante Pferderennbahn in Ruswil. Viele Fragen um das nationale Pferdesportzentrum sind jedoch noch offen. Weder Standort noch Finanzierung sind gesichert, wie Initiant Pius Galliker vom Verein Tirekt (Trägerverein für innovative Regionalprojekte) bestätigt. «Wir planen den öffentlichen Pferdesportpark standortunabhängig. Das Rüediswilermoos in Ruswil ist aber weiterhin unser Favorit», sagt Galliker. Alternativstandorte für ein Projekt dieser Grösse gebe es zwar, aber nicht in Ruswil.

Welche anderen Standorte in Frage kämen, will Galliker nicht sagen. Noch keine konkreten Angaben macht er auch zu den Investoren, welche die notwendigen 30 bis 50 Millionen Franken lockermachen sollen. Nur so viel: «Mit der Finanzierung sind wir auf sehr gutem Weg.»

Regierungsrat glaubt daran
Die Regierung unterstützt das Projekt auf Antrag der RegioHER mit 125'000 Franken; derselbe Betrag ist für 2009 zugesichert. Wie gross ist das Risiko, dass dieses Geld in den Sand gesetzt wird? RegioHER-Geschäftsführer Franz Wüest: «Das Risiko besteht. Aber wir stufen es als mittelklein ein.» Wüest weist darauf hin, dass der Unterstützungsbeitrag ja gerade für Machbarkeitsstudien und die Erarbeitung eines Businessplanes gedacht sei. Pius Galliker sagt dazu: «Hier wird kein Geld in den Sand gesetzt. Wir sind überzeugt, dass das Projekt eine Chance hat und eine nationale Ausstrahlung haben wird.»

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.