Neue Trend & Blumenbörse in Littau – oder wo Weihnachten im Januar beginnt

Am Standort Littau wurden über 18 Millionen Franken investiert für eine neue Trend & Blumenbörse. Über 30 lokale sowie internationale Anbieter verkaufen dort ihre Produkte. 

Sandra Monika Ziegler
Drucken
Teilen

Aus der ursprünglichen Blumenbörse an der Florastrasse in Littau ist eine Trend & Blumenbörse entstanden. Das einst genossenschaftlich geführte Geschäft wurde ein Familienbetrieb. Inhaber und Verwaltungsratspräsident ist Thomas Jaeggli, Geschäftsführer Philipp Jaeggli und Reto Ehlers Einkaufsleiter. Auf rund 6000 Quadratmetern werden Dekoartikel, Schnittblumen und Pflanzen präsentiert.

Von links: Philipp Jaeggli, Thomas Jaeggli und Reto Ehlers im neugestalteten Shop-in-Shop in der Trend & Blumenbörse in Littau. (Bild: Dominik Wunderli, Littau, 24. Oktober 2019)

Von links: Philipp Jaeggli, Thomas Jaeggli und Reto Ehlers im neugestalteten Shop-in-Shop in der Trend & Blumenbörse in Littau. (Bild: Dominik Wunderli, Littau, 24. Oktober 2019)

Die Neueröffnung fand diesen Oktober statt. Für die Gebäude, den Umbau und die Neugestaltung der Räume wurden über 18 Millionen Franken investiert. Mit dem Shop-in-Shop-Konzept haben lokale und internationale Unternehmen die Möglichkeit ihre Produkte an die Fachkundschaft zu verkaufen. Zur Zeit stellen über 30 Anbieter ihre Produkte aus. Zu den Kunden der Trend & Blumenbörse gehören Floristen, Gärtnereien, Dekorateure, Gastrobetriebe, Boutiquen und die Grossabnehmer für den Wiederverkauf. Nur Privatkunden bleiben aussen vor. «Wir sind ein klassischer Abholmarkt für die Fachkunden und setzen bei Pflanzen und Schnittblumen stark auf lokale Lieferanten», erklärt Jaeggli.

Den Trends auf der Spur

Thomas Jaeggli hat die Trend & Blumenbörse übernommen, weil er nach Jahren als Angestellter Unternehmer werden wollte. Das war vor 16 Jahren. Und Geschäftsführer Ehlers, der aus der Grafikbranche stammt, wollte eigentlich nur kurz bleiben, doch daraus wurden inzwischen 18 Jahre. Er war schon bei Jaegglis Vorgänger an der Florastrasse aktiv.

«Wir können auf langjährige Mitarbeitende und auch Stammkunden zählen», sagt Jaeggli. Der Arbeitstag beginnt um halb sechs Uhr morgens, endet dafür am frühen Nachmittag. Zu den 50 Angestellten gehören auch sieben Lehrlinge. Ausgebildet wird in den Bereichen Logistik und Detailhandel. Jaeggli und Ehlers sind den Trends auf der Spur. Für sie beginnt Weihnachten bereits im Januar.

Und was ist aktuell gefragt? «Hoch im Kurs sind Naturtrends in Erdfarbenoptik und für Weihnachten sind es dieses Mal Holzsterne und Kristallzapfen, Schnee und Elfen», sagt Ehlers. Doch alles sei auch in ihrer Branche kurzlebiger. «Wurde früher meist nur einmal eingerichtet, wird heute saisonal gewechselt und auch immer näher am entsprechenden Anlass eingekauft», erklärt Ehlers.

Schwiegermutterzungen und Gummibaum

Zu den dekostärksten Tagen gehören Weihnachten, Valentinstag, Ostern und der Muttertag. Hochsaison ist für Pflanzen und Schnittblumen der Frühling und für Deko der Herbst. Im Dekobereich wurde der Umsatz in den letzten Jahren gesteigert. Dies unter anderem weil die Floristen neben Blumen und Pflanzen auch vermehrt auf Accessoires setzen. Zu neuen Ehren sind bei den Pflanzen die älteren Sorten gekommen. So werde wieder vermehrt der Gummibaum oder die Schwiegermutterzunge gekauft. Und quasi ein Dauerrenner seien die Orchideen, wobei die Weissen immer noch am beliebtesten sind.