NEUENKIRCH: Mittelalterspektakel in Sempach Station

Früher gabs den Viehmarkt, heute das Mittelalterspektakel. Damit soll in Sempach Station der Herbstmarkt aufgewertet werden.

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Am mittelalterlichen Markt werden naturgemäss Körbe feilgeboten; viele Besucher schlürfen beim Shoppen Honigwein. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Am mittelalterlichen Markt werden naturgemäss Körbe feilgeboten; viele Besucher schlürfen beim Shoppen Honigwein. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Seuchen, Folter, Kriege: Solche Ereignisse waren im Mittelalter gang und gäbe und zementieren das einfältige, schlechte Image dieser Jahrhunderte bis heute. Selbstverständlich gabs im Mittelalter nicht nur Schlechtes, was einem wie Marco Meier nicht weiter erläutert werden muss. Der Gründer des Vereins «Freunde des Mittelalters» ist fasziniert von dieser Epoche. Meier ist auch der Initiant des Mittelalterspektakels, das am Samstag in Sempach-Station erstmals durchgeführt wurde.

Auf dem Gelände gabs allerhand zu bestaunen. Handwerker wie Hufschmiede oder Drechsler stellten ihre Geschicklichkeit unter Beweis. Musiker mit Pfeifen und Trommeln spielten auf, Ritter in Kampfmontur zeigten ihr Können im Gefecht.

Früher gabs den Viehmarkt
Meier, der den Anlass mit Freunden, viel Herzblut und grossem Zeitaufwand auf die Beine stellte, begründet sein Engagement: «Es geht uns darum, Traditionen aus der damaligen Zeit zu wahren.» Ein zweiter Grund hat mit dem Herbstmarkt in Sempach Station zu tun. «Früher war der Anlass eingebettet in den Viehmarkt. Das ist seit Jahren nicht mehr so. Mit dem Mittelalterspektakel versuchen wir, ihm wieder etwas mehr Gewicht zu geben.»

eer/kst