NEUENKIRCH: Neuer Auftritt für 5 Millionen

Die Luzerner Raststätte West hat nach über 30 Jahren ihre erste Generalüberholung erhalten. Die nächsten Arbeiten stehen jedoch bereits an.

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Hans Walker, CEO der Luzerner Raststätten, und Helene Jäger, Geschäftsführerin Marché/Burger King, in der frisch restaurierten Raststätte Neuenkirch West. (Bild Pius Amrein)

Hans Walker, CEO der Luzerner Raststätten, und Helene Jäger, Geschäftsführerin Marché/Burger King, in der frisch restaurierten Raststätte Neuenkirch West. (Bild Pius Amrein)

Cyril Aregger

47 Tage benötigte die Luzerner Raststätten AG (Lurag) respektive ihre Partner für den kompletten Umbau der Autobahnraststätte Luzern-Neuenkirch West (Fahrtrichtung Luzern). Seit letzter Woche ist sie wieder offen, morgen wird offiziell Eröffnung gefeiert. «Rekordverdächtig» sei das Tempo der Bauarbeiten gar gewesen, meinte Lurag-Verwaltungsratspräsident und Kantonsratspräsident Franz Wüest an der gestrigen Medienorientierung. Um den ambitionierten Zeitplan zu erfüllen, waren bis zu 80 Handwerker und Techniker von 35 Betrieben gleichzeitig auf der Baustelle. Das war nicht nur logistisch eine Herausforderung: So musste der gesamte Tankstellenbereich «eingepackt» werden, weil die Temperatur für den Belagseinbau nicht zu tief sein durfte.

Rückkehr zu den Wurzeln

Die Lurag hat über 5 Millionen Franken in den Umbau investiert. Neu sind der Tankstellenbereich, der vergrösserte dazugehörige Shop und der Restaurationsbereich mit einem Marché-Bistro und einer Burger-King-Filiale. Tankstelle, Shop und Bistro sind 24 Stunden täglich geöffnet, das Fast-Food-Restaurant von 11 bis 23 Uhr. «Damit kehren wir gewissermassen zu unseren Wurzeln zurück», meinte Helene Jäger, Geschäftsleiterin Marché/Burger King. Hintergrund: Das erste Restaurant auf der Anlage war die «Silberkugel» ebenfalls ein Fast-Food-Anbieter. So sollen sich die Besucher auch jetzt wieder hauptsächlich verpflegen, während das Bistro mit Snacks wie Sandwiches und Salaten aufwartet. Noch nicht ganz fertiggestellt sind die Elektrotankstelle und eine Entsorgungsstelle für Wohnmobile.

Die Anlage West, eröffnet im April 1984, ist die kleinere und ältere Schwester der 1986 eröffneten Anlage Ost (Fahrtrichtung Basel). Lurag-CEO Hans Walker hat die Entwicklung der beiden Anlagen in verschiedenen Funktionen von Anfang an mitverfolgt. «Mit der Eröffnung der grossen Anlage schwand die Bedeutung der nun sanierten Westanlage zunächst natürlich. Mittlerweile wurde sie aber wiederentdeckt insbesondere von Pendlern, die hier vor der Arbeit einen Kaffee trinken oder am Abend Besorgungen machen.» Durch den 24-Stunden-Betrieb habe sie auch eine etwas andere Klientel. Der hohe Anteil der Kunden aus der Region – Walker schätzt sie auf 30 bis 50 Prozent – sei auch der Grund dafür, dass die Luzerner Raststätte im Gegensatz zu vielen anderen Raststätten auch ausserhalb der Hauptreisezeit gut frequentiert werde.

Auch das Hotel wird umgebaut

Die Sanierungsarbeiten auf der Raststätte werden noch dieses Jahr weitergehen, diesmal allerdings auf der Anlage Ost: Laut Walker soll das 1998 in Betrieb genommene Hotel Holiday Inn Express von November bis Februar komplett umgebaut werden. 2016 soll auch das Hauptgebäude der Anlage mit dem Coop Pronto und dem Marché-Restaurant aufgefrischt werden. Walker rechnet erneut mit rund 5 Millionen Franken Investitionsbedarf. 3 Millionen davon entfallen auf den Hotelumbau.

Die Luzerner Raststätten AG beschäftigt rund 280 Personen in Voll- und Teilzeitstellen. Der Gesamtumsatz belief sich 2013 auf knapp 36,5 Millionen Franken, der Reingewinn der Lurag auf 1,2 Millionen.

Hinweis

Heute von 11 bis 21 Uhr feiert die Raststätte die offizielle Neueröffnung mit zahlreichen Attraktionen. Weitere Infos: www.luzerner-raststaette.ch

Das Restaurant beinhaltet auch einen Burger King. (Bild Pius Amrein)

Das Restaurant beinhaltet auch einen Burger King. (Bild Pius Amrein)