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Neuenkircher Gemeinderat plant für das Pflegezentrum einen Ersatzbau statt ein Flickwerk

Am 19. Mai können die Stimmbürger über einen Ersatzneubau für das Wohn- und Pflegezentrum Lippenrüti befinden. Für die Bewohner steht in der Bauphase eine besondere Lösung bereit.
Susanne Balli
So soll das Pflegezentrum Lippenrüti in Neuenkirch aussehen. (Visualisierung: GKS Architekten Generalplaner AG)

So soll das Pflegezentrum Lippenrüti in Neuenkirch aussehen. (Visualisierung: GKS Architekten Generalplaner AG)

Das Wohn- und Pflegezentrum Lippenrüti in Neuenkirch ist in die Jahre gekommen. Besonders die Infrastruktur im Osttrakt ist nicht mehr zeitgemäss. «Der Ostflügel wurde 1886 gebaut und war ein Waisenhaus», sagt der Neuenkircher Sozialvorsteher Jim Wolanin (FDP). Das Gebäude selber sei nicht baufällig. «Doch die Zimmer sind klein und eng, und es fehlen zum Beispiel Türen zu den Nasszellen», sagt er weiter. Regelmässig durchgeführte Befragungen bei Bewohnern und Angehörigen zeigten, dass die Zufriedenheit mit der Infrastruktur schlechter wurde.

Gebäude von 1886 soll abgerissen werden

Nun will die Gemeinde handeln und anstelle des Ostflügels einen Ersatzneubau realisieren. Das alte Gebäude von 1886 soll abgerissen werden. Am 19. Mai können die Stimmbürger über einen entsprechenden Sonderkredit in der Höhe von 16,2 Millionen Franken abstimmen. «Wir haben uns für einen Ersatzneubau entschieden, weil wir kein Flickwerk möchten», so Wolanin.

Verbessern wird sich nicht nur die Infrastruktur für die Bewohner und für das Pflegepersonal, sondern auch die Erschliessung des Hauses. «Das neue Gebäude wird in den Hang hinein gebaut. Dadurch ergibt sich eine geringere Höhendistanz von der Bushaltestelle zum Eingang des neuen Pflegezentrums, der steile Zugang entfällt», sagt Wolanin.

Neubau ist modular erweiterbar

Das neue Pflegezentrum sieht 30 moderne Zimmer vor, es wird also lediglich zwei Plätze mehr geben als bisher. «Zurzeit sind nicht mehr Plätze gefragt, und wir möchten auch künftig keine leeren Betten», erklärt der Sozialvorsteher. Allerdings sei das neue Bauprojekt modular erweiterbar. «Wir wissen derzeit nicht, wie sich die demografische Entwicklung auf die Zahl der Heimbewohnerinnen und -bewohner auswirkt. Darum wollen wir uns künftig die Möglichkeit einer Erweiterung offen halten.»

Das Projekt wird durch die GKS Architekten Generalplaner AG Luzern realisiert. Im Vorfeld wurde ein anonymer Architekturwettbewerb mit Präqualifikation durchgeführt. Aus 33 eingereichten Konzeptskizzen entschied sich die Jury Ende November 2017 für acht Projekte zur Weiterbearbeitung im Rahmen eines Projektwettbewerbs. «Dieser lief ebenfalls vollkommen anonym ab. Das heisst, wir entschieden uns einstimmig für das jetzige Projekt, ohne zu wissen, woher die Architekten kommen. Da hatte ich schon ein ziemlich mulmiges Gefühl», sagt Wolanin, der in der Jury sass. Das anonyme Verfahren habe sich absolut ausbezahlt. «Es ist ein sehr überzeugendes lösungsorientiertes Projekt.»

Der Ersatzneubau erfolgt in Massivbauweise. Er wird sich an den bestehenden Westflügel anschliessen und bildet, ähnlich der heutigen Anlage, einen winkelförmig gefassten Aussenraum. Anstelle des Ostflügels entsteht ein neuer Park. Der «Fussabdruck» des rückgebauten Altbaus wird im Park aufgezeigt und erinnert an die Herkunft des Wohn- und Pflegezentrums als früheres Bürgerheim.

«Finanzierung für Neuenkirch tragbar»

Bei den Kosten von 16,2 Millionen Franken handelt es sich um Bruttokosten. «Dazu gehören neben dem neuen Gebäude, welches 11,8 Millionen Franken kostet, auch die Auslagerung der Bewohner in den Lippenrütipark, eine Asbest-Sanierung sowie Aspekte wie Brandschutz oder Erdbebensicherheit», erklärt Wolanin. Die Finanzierung sei von zwei unabhängigen Stellen – der BDO AG und einem Tarifexperten von Curaviva – geprüft worden. «Beide kamen zum Schluss, dass die geplante Finanzierung für Neuenkirch tragbar ist.»

Wenn die Stimmbürger den Sonderkredit am 19. Mai annehmen, erfolgt die Baueingabe. Der Rückbau soll im Dezember beginnen. «Wir rechnen mit einer rund 18-monatigen Bauphase, sodass das neue Wohn- und Pflegezentrum Lippenrüti 2021 eröffnet werden kann.» Für die Bewohner des Pflegezentrums gebe es eine optimale Lösung. Derzeit entstehen neben dem Wohn- und Pflegezentrum zwei Gebäude der Wohnbaugenossenschaft Lippenrüti. Dort werden künftig pflegerisch betreute Wohnungen angeboten. Wolanin: «Während der Bauphase können wird die Bewohnerinnen und Bewohner in diesen neuen Gebäuden unterbringen. Das ist aus unserer Sicht die beste Lösung.»

Hinweis: Am 2. Mai findet um 19.30 Uhr im Pfarreiheim Neuenkirch eine Informationsveranstaltung dazu statt.

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