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Interview

Neuer Luzerner Bildungsdirektor zum Schulbeginn: «Wir müssen die Lehrer länger im Beruf halten»

Regierungsrat Marcel Schwerzmann hat zwei Themen definiert, die er sofort angehen will.
Ismail Osman
Regierungsrat Marcel Schwerzmann. (Bild: Boris Bürgisser)

Regierungsrat Marcel Schwerzmann. (Bild: Boris Bürgisser)







Seit dem 1. Juli ist Regierungsrat Marcel Schwerzmann (parteilos) der neue Luzerner Bildungsdirektor. Auch für ihn ist der Schulstart ein erster kleiner Meilenstein. Im Gespräch mit unserer Zeitung blickt der Bildungsdirektor auf seine ersten Wochen im Amt zurück und nennt die Themen, die er als erstes angehen will.

Traditionellerweise besucht der Bildungsdirektor zum Schulstart ein Schulhaus. Wo werden Sie sein?

Marcel Schwerzmann: Ich werde das Schulhaus Tribschen/Wartegg besuchen. Die Wahl fiel ganz bewusst: Im August 1971 hatte ich dort selbst meinen ersten Schultag.

Sie sind nun seit knapp zwei Monaten im Amt des Bildungsdirektors. Konnten Sie sich schon in dieses grosse «Dossier» einarbeiten?

Ich habe gleich zu Beginn die verschiedenen Dienststellenleitenden getroffen und mir diverse Unterlagen zukommen lassen. Danach zog ich mich zurück, studierte unter anderem den aktuellesten Bildungsbericht von 2016 und machte mir Gedanken.

Haben diese Gedanken zu konkreten Ideen geführt?

Es haben sich für mich zwei Themen herauskristallisiert, die für mich Priorität haben müssen.

Welche sind das?

Wir wollen die Lehrerinnen und Lehrer länger im Beruf halten. Im Gegensatz zu anderen Kantonen haben wir zwar kein Problem damit, die Stellen zu besetzen. Die Fluktuation ist aber gross. Wir müssen, zusammen mit der Dienststelle Volksschule, der Pädagogischen Hochschule und den Lehrpersonen selbst, die Gründe dafür eruieren und dem entgegenwirken.

Was ist das andere Thema?

Das Luzerner Schulsystem ist zwar sehr gut, heute aber – auch durch seine Durchlässigkeit – enorm komplex. Dies insbesondere mit Blick auf die Administration. Wir müssen diese organisatorische Komplexität aufbrechen und vereinfachen.

Würden Sie, um dieses Ziel zu erreichen, an der Durchlässigkeit schrauben?

Nein. Man soll nicht ändern, was sich bewährt hat. Es geht darum, die administrative Arbeitsbelastung der Lehrpersonen zu reduzieren. Diese sollen endlich wieder mehr Zeit haben, um vor der Klasse zu stehen.

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