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Neuer Kreisel in Wolhusen: IG übt Druck auf den Gemeinderat aus

Auf der Kantonsstrasse nach Menznau soll ein neuer Kreisel gebaut werden. Die Kosten müsste aber die Gemeinde tragen.
Ernesto Piazza
IG-Präsident Guido Roos (links) überreicht die Unterschriften und ein «Kreiselbrot» an die stellvertretende Staatsschreiberin Michèle Bucher und an Regierungspräsident Robert Küng. (Bild: Alexander von Däniken, Luzern, 4. Februar 2019)

IG-Präsident Guido Roos (links) überreicht die Unterschriften und ein «Kreiselbrot» an die stellvertretende Staatsschreiberin Michèle Bucher und an Regierungspräsident Robert Küng. (Bild: Alexander von Däniken, Luzern, 4. Februar 2019)

Die Interessengemeinschaft «Kreisel Einmündung Spitalstrasse» in Wolhusen bleibt hartnäckig. Die IG, welche aus den vier Ortsparteien CVP, FDP, SVP und SP sowie verschiedenen Privatpersonen zusammengesetzt ist, macht sich weiter für einen neuen Kreisel stark. Dieser soll im Zuge der Sanierung des Abschnitts Bahnübergang Menznauerstrasse bis Einmündung in die Spitalstrasse (K11) gebaut werden.

Das im kantonalen Bauprogramm 2019 –2022 aufgeführte Projekt befindet sich dort in Topf A (mit höchster Priorität) und umfasst die Erstellung eines neuen Belags sowie den Bau von einem durchgehenden Veloweg. Hierfür sind 9,5 Millionen Franken veranschlagt. Die Kosten für den Kreisel werden auf etwa 800'000 Franken geschätzt. Für diesen Mehrbetrag müsste die Gemeinde Wolhusen aufkommen.

Kantonsrat behandelte Wolhuser Petition

«Ein Kreisel bei der Einmündung Spitalstrasse würde die Sicherheit erhöhen, den Verkehrsfluss verbessern, die Siedlungsentwicklung fördern und für eine bessere Erreichbarkeit des Spitals sorgen», ist IG-Präsident und CVP-Kantonsrat Guido Roos überzeugt. Für ihr Anliegen hat die Gruppierung 1775 Unterschriften gesammelt. Der Kantonsrat behandelte die Wolhuser-Petition in der Juni-Session. Und im Sinne der kantonsrätlichen Kommission Verkehr und Bau (VBK) wurde deren Antrag im Parlament diskussionslos mit 101 gegen 0 Stimmen zur Kenntnis genommen.

Die VBK hält in ihrem Bericht aber auch fest, dass aus Sicht des Kantons bei der besagten Einmündung kein Kreisel notwendig wäre. Mittels «Bauvorhaben Dritter» sei es allerdings möglich, beim Kanton eine entsprechende Projektergänzung zu beantragen. Das heisst: «Die Gemeinde muss aktiv werden», so Guido Roos. In einem Brief fordert die IG die Exekutive deshalb auf, «die erforderlichen Schritte einzuleiten, damit der Kreisel bei der Einmündung Spitalstrasse als Teil des Sanierungsprojektes Menznauerstrasse realisiert werden kann.» Die Planung und Realisierung müsse termingerecht erfolgen.

IG empfiehlt Gemeinderat Dialog und Antrag

In dem Zusammenhang empfiehlt die IG dem Gemeinderat, einerseits den Dialog mit den zuständigen Personen von der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (Vif) zu führen und andererseits an Regierungsrat Fabian Peter (FDP) schriftlich einen Antrag um die besagte Projektergänzung mit dem Kreisel einzureichen. «Und wenn das der Gemeinderat wünscht, können wir ihn bei Gesprächen mit dem Kanton begleiten», sagt Guido Roos.

Und wie beurteilt die Wolhuser Exekutive die Situation? Sie will zusammen mit dem Vif die notwendigen Abklärungen treffen, ob und wie sich der Bau des Kreisels mit der geplanten Sanierung der K 11 kombinieren lässt. Dies soll «in naher Zukunft passieren», so Gemeindepräsident Peter Bigler. Zudem will man die Kostenschätzung von 800'000 Franken noch erhärten. Das werde in der etwaigen Vorprojektphase mit einem Kostenvoranschlag passieren, sagt Bigler. Aufgrund der zu erwartenden Bausumme dürfte der Entscheid die Kompetenz des Gemeinderates überschreiten. Was wiederum heisst: Der Bürger entscheidet an der Urne, ob der Kreisel gebaut wird.

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