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Ökihof in Emmenbrücke soll 2020 schliessen – Mega-Ökihof im Ibach geplant

Neben der ehemaligen Kehrichtverbrennungsanlage Ibach wird ein neues Recycling-Center entstehen. Darin enthalten wird auch ein Ökihof sein. Das bedeutet das Ende für jenen in Emmenbrücke.
Lucien Rahm
Pet- und Plastikflaschen stehen im Ökihof Emmenbrücke zum Entsorgen bereit (Bild: Boris Bürgisser, 22. Mai 2015)

Pet- und Plastikflaschen stehen im Ökihof Emmenbrücke zum Entsorgen bereit (Bild: Boris Bürgisser, 22. Mai 2015)

Rund 18 Millionen Franken soll es kosten: Auf dem heute noch unbebauten Grundstück neben der alten Kehrichtverbrennungsanlage Ibach möchte der Gemeindeverband Recycling Entsorgung Abwasser Luzern (Real) eine neue Entsorgungsanlage erbauen. Am Montag hat Real das Baugesuch für die Überbauung der Parzelle, die bereits in ihrem Besitz ist, bei der Gemeinde Ebikon und dem Kanton Luzern eingereicht. Da die Reusseggstrasse – eine Kantonsstrasse – leicht angepasst werden muss, ist auch die kantonale Dienststelle Raum und Wirtschaft (Rawi) involviert.

Die geplante Einrichtung soll Entsorgungsort für alle «Kundengruppen» werden. Nebst einem Ökihof für Privathaushalte ist auch einer fürs Gewerbe vorgesehen. Eine 13 Meter hohe Konstruktion aus Holz und Stahl wird dafür rund 120 Quadratmeter Platz bieten. Daneben soll zudem das neue Real-Verwaltungsgebäude entstehen. Das Alte in Emmenbrücke wurde 1971 in Betrieb genommen und sei mittlerweile «in die Jahre gekommen», wie Real in seiner Mitteilung vom Dienstag schreibt.

Ökihof macht Platz für Viscosistadt

Bei der Erstellung beider Gebäude soll auf Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit gesetzt werden. «Wo immer möglich werden Recyclingmaterialien eingesetzt.» Adrian Borgula, Real-Präsident und Luzerner Stadtrat (Grüne), konkretisiert: «Wir planen, das Gebäude mit möglichst viel Holz aus der Region zu bauen.» Vorgesehen ist ausserdem eine Solaranlage auf dem Dach der Entsorgungshalle. Der Neubau soll nach dem Minergie-Standard erstellt werden. Das zu bebauende Areal liegt zwischen der Autobahnausfahrt Emmen-Süd und der Reusseggstrasse. Damit es auf Letzterer wegen dereinst zahlreicher entsorgungswilliger Besucher nicht zu Staus kommt, hat sich Real bereits ein Verkehrskonzept für das Areal ausgedacht, das für Private und Gewerbler getrennte Autospuren vorsieht.

So sieht der geplante, neue Ökihof bei der Kehrichtverbrennungsanlage aus. (Visualisierung: Real)

So sieht der geplante, neue Ökihof bei der Kehrichtverbrennungsanlage aus. (Visualisierung: Real)

Zeitgleich mit der Eröffnung der neuen Einrichtung sollen der Ökihof Emmenbrücke und die Entsorgungsstelle KVA-Satellit geschlossen werden. Der Emmenbrücker Ökihof am Centralplatz war bereits seit seiner Inbetriebnahme 2011 als Provisorium gedacht. Damals ersetzte er die Sammelstelle, die sich zuvor an der Reusseggstrasse befand. «Der Ökihof Emmenbrücke wurde von der Gemeinde damals nur als Zwischenlösung bewilligt», sagt Real-Sprecherin Yudi Seren auf Anfrage. «Früher oder später müsste er sowieso der Arealüberbauung Viscosistadt weichen.» Bei der Gemeinde Emmen bedauert man zwar, dass der neue Standort schlechter per ÖV erreicht werden kann. «Aber die Erreichbarkeit mit dem Auto, das hierbei nachweislich am meisten eingesetzt wird, bringt auch Vorteile», sagt Baudirektor Josef Schmidli (CVP). Der neue Standort sei im Gegensatz zum aktuellen sehr gut erschlossen, wodurch der Verkehrsknoten am Centralplatz entlastet werde.

Neuer Veloweg zwischen Sedel-Kreuzung und Ibach

Für Entsorger, die mit dem Velo zur neuen Sammelstelle kommen möchten, wird zudem der bestehende Veloweg überarbeitet, wie Yudi Seren sagt. «Von der Ampel der Sedel-Kreuzung bis zum Kreisel Ibach wird der Weg neu erstellt.» Das Baugesuch wird nun für 23 Arbeitstage in die kantonsinterne Vernehmlassung geschickt. Voraussichtlich am 10. November wird es im Kantonsblatt publiziert und ab 12. November öffentlich aufgelegt, sagt Mario Conca vom Rawi. Ab dann läuft eine 20-tägige Einsprachefrist für vom Bauvorhaben direkt Betroffene. Danach befindet wegen der tangierten Kantonstrasse nebst dem Ebikoner Gemeinderat auch der Regierungsrat über die Baubewilligung. Gegen dieses kann abermals während 20 Tagen Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden. «Ohne Einsprachen und Beschwerden dürfte die Bewilligung im Februar oder März rechtskräftig vorliegen», so Mario Conca. Mitte 2020 soll der Neubau gemäss Real stehen.

So sieht das neue Recycling-Center aus (Visualisierung: Real)

So sieht das neue Recycling-Center aus (Visualisierung: Real)

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