Neuer Seetalplatz für 190 Millionen Franken

Der Seetalplatz in Emmenbrücke soll für 190 Millionen Franken bis 2018 neu gebaut werden. Geplant sind ein Einbahnring für Autos, eine eigene Strasse für Busse, Velos und Fussgänger und ein Ausbau des Hochwasserschutzes.

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Der Seetalplatz in Emmenbrücke soll umgebaut werden. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Der Seetalplatz in Emmenbrücke soll umgebaut werden. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Der Luzerner Regierungsrat hat am Freitag seine Botschaft an den Kantonsrat vorgestellt. Netto dürfte der Kanton 129 Millionen Franken zu zahlen haben. Vom Gesamtkredit entfallen 151 Millionen Franken auf den Strassenbau. 2009 waren die Kosten für das Strassenprojekt bei einer Genauigkeit von +/- 30 Prozent auf 115 Millionen Franken geschätzt worden.

2005 war beim Hochwasser der Seetalplatz, wo die Kleine Emme in die Reuss mündet, überschwemmt worden. Um das Gebiet vor Überschwemmungen zu schützen, müssen die Strassenbrücken neu gebaut werden, so dass sich die Gelegenheit bietet, den Verkehr neu zu organisieren. Das gesichtslose Randgebiet soll zudem mit einer neuen Überbauung (»Stadtzentrum Luzern Nord») aufgewertet werden.

Abstimmung im nächsten Sommer

Weil das Strassen- und Hochwasserschutzprojekt voneinander abhängen, werden die beiden Vorhaben gemeinsam dem Parlament unterbreitet. Die Stimmberechtigten können sich im Juni 2012 dazu äussern. Die Massnahmen für den Hochwasserschutz werden bis 2015 realisiert, das Verkehrsprojekt soll 2018 abgeschlossen sein.

Der Seetalplatz wird an Werktagen von 50'000 Fahrzeugen frequentiert. Fünf Buslinien führen über den wichtigsten Verkehrsknoten des Kantons. Staus sind an der Tagesordnung. Der Regierungsrat möchte das Verkehrsregime auf dem Seetalplatz vollständig ändern. Für die Hauptachsen wird links und rechts der Kleinen Emme ein grosser Einbahnring geschaffen, zu dem auch zwei neue Brücken gehören. Der Verkehr aus den verschiedenen Richtungen wird über fünf Anschlüsse dem Einbahnring zugeführt.

Das zur Stadt Luzern gehörende Quartier Reussbühl wird künftig umfahren. Die heutige Hauptstrasse erhält eine neue Linienführung über die Kleine Emme bis zum Bahnhof Emmenbrücke und wird für Busse, Velos und Fussgänger reserviert.

Für den Strassenverkehr müssen folglich drei Brücken neu gebaut werden. Die Eisenbahnbrücke über die Kleine Emme wird verlängert. Dazu kommen neben der Bahnbrücke zwei neue Brücken über die beiden Mündungsarme der Kleinen Emme für Fussgänger und Velofahrer.

sda/bep