NEUERÖFFNUNG: Jetzt gibts mitten in Kriens eine Aldi-Filiale

Neuer Detailhändler in der Agglomeration Luzern: Der Discounter Aldi eröffnet am Donnerstag in Kriens – und wird mehr Verkehr generieren.

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Sven Bradke, Mediensprecher von Aldi Schweiz. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Sven Bradke, Mediensprecher von Aldi Schweiz. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Aldi betritt in Kriens Neuland. Der deutsche Discounter eröffnet am Donnerstag um 8 Uhr im Schappe-Center die erste Filiale in der Agglomeration Luzern, es ist die 68. in der Schweiz. Und: Es ist die erste Aldi-Verkaufsstelle der Zentralschweiz, die eingemietet mitten im Zentrum einer Gemeinde steht. Die Filialen in Sursee, Schötz, Honau, Cham, Küssnacht, Sarnen und Altdorf – sie alle sind in der Peripherie der Gemeinden angesiedelt. In der Industriezone wird auch der zweite Krienser Aldi stehen: Die Filiale im Grabenhof, rund 500 Meter vom Pilatusmarkt entfernt, soll «spätestens vor Weihnachten öffnen», sagt Aldi-Sprecher Sven Bradke, der gestern in Kriens die Medien informierte.

Rechteckiger Grundriss
Gemäss Bradke sucht der seit Oktober 2005 in der Schweiz operierende Discounter laufend weitere Standorte, «sei es in der Agglomeration oder auf dem Land». Die Bedingungen: Mindestens 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein rechteckiger Grundriss. Ausnahmen wie im Schappe-Center sind möglich: «Der eingefleischte Aldianer wird merken, dass wir in Kriens Kompromisse eingehen mussten», sagt Mediensprecher Bradke augenzwinkernd. Konkret: Die Ladenfläche hat eine unübliche Ecke und weist bei der erlaubten Gewichtsbelastung des Bodens tiefere Werte auf. Bradke: «Kriens ist dennoch ein guter Standort für uns.»

Ampel beim Hobacherweg?
Der Einzug von Aldi ins Schappe-Center wurde aber auch von Kritik begleitet. So gab es politische Vorstösse und auch Einsprachen von Anwohnern, die sich vor Mehrverkehr fürchten. Daniel Ringli von der fürs Schappe-Center zuständigen Liegenschaftsverwaltung Privera AG sagt: «Wir rechnen mit Mehrverkehr.» Man will nun die Situation über eine gewisse Zeit beobachten, beschäftigt sich aber bereits konkret mit der Idee, an der Kreuzung Obernauerstrasse/Hobacherweg ein Lichtsignal installieren zu lassen.

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.