Neues Ausbildungsangebot der Stadt Luzern bietet Flüchtlingen eine Perspektive

Im neuen Ausbildungsangebot «Perspektive Holz» bietet die Stadt Luzern gemeinsam mit dem Schreinerverband neun Flüchtlingen eine einjährige Vorausbildung. So soll ein Fundament für ein Leben ohne Sozialhilfe gelegt werden.

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(pd/lil) Die Stadt Luzern und die Luzerner Schreinerei lancieren zusammen das Ausbildungsangebot «Perspektive Holz». Neun Personen – Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene, welche Sozialhilfe beziehen – können ab diesem Sommer die einjährige Ausbildung absolvieren, wie die Stadt am Dienstag in einer Mitteilung schreibt.

In der Stadt Luzern leben nahezu 1000 Flüchtlinge, welche keine Arbeit haben und daher Sozialhilfe beziehen. Der Stadtrat will ihnen helfen, sich schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Kurzlehrgang «Perspektive Holz» ist eine von drei entsprechenden Massnahmen.

Die Teilnehmenden sollen im Umgang mit dem Holz geschult werden, sowie bessere Deutschkenntnisse erlangen. Zur Ausbildung gehören darüber hinaus zwei dreiwöchige Praktika. Das Ziel ist, dass die Teilnehmenden nach einem Jahr den Übertritt in eine Schreinerlehre schaffen und diese mit dem Eidgenössischen Berufsattest abschliessen können. Die Erfolgschancen der Absolventen werden von Beat Bucheli, Präsident des Luzerner Schreinerverbands, als gut eingeschätzt:

«Es besteht Bedarf an Arbeitskräften in der Branche.»

Der Sozial- und Sicherheitsdirektor Martin Merki freut sich über die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schreinerverband. Er sagt, dass die meisten dieser Personen voraussichtlich in der Schweiz bleiben werden:

«Dank dieser Ausbildung können sie sich ein Fundament für ein Leben ohne Sozialhilfe erarbeiten.»