Neues Reusswehr feierlich eröffnet

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde das sanierte und ausgebaute Reusswehr in Luzern am Freitag feierlich eröffnet. Die neue Anlage soll das Überschwemmungsrisiko reduzieren.

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Das neue Reusswehr wurde am Freitag der Stadt Luzern übergeben. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)

Das neue Reusswehr wurde am Freitag der Stadt Luzern übergeben. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der umliegenden Kantone, der Stadt Luzern und des Bundesamtes für Umwelt wohnten am Freitag der Eröffnung der sanierten Reusswehranlage in Luzern bei. Regierungsrat Max Pfister zeigte sich zufrieden: Planer und Bauleute hätten die anspruchsvolle Aufgabe hervorragend gelöst und die teilweise divergierenden Interessen des Hochwasser-, des Natur- und des Denkmalschutzes unter einen Hut gebracht.

Lage und Konstruktion weitgehend unverändert

Die Reusswehranlage stammt aus dem Jahre 1861 und war seither nie umfassend in Stand gesetzt worden. Das Fundament des Stirnnadelwehrs und das Mauerwerk der Trenninsel wiesen grosse Schäden auf. Wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt, waren verschiedene frühere Projekte für eine Anpassung der Reusswehranlage gescheitert, weil sie den Ersatz der Nadelwehranlage durch eine moderne Wehranlage vorgesehen hätten. Mit dem jetzt realisierten Projekt bleiben Lage und Konstruktion des Stirnnadelwehrs und die städtebauliche Situation im Bereich der Anlage weitgehend unverändert.

Bild: Remo Nägeli/Neue LZ
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Bild: Remo Nägeli/Neue LZ
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5. Mai 2011 (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
5. Mai 2011 (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)
25. März 2011 (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)
12. Oktober 2010 (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)
18. Juni 2010 (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)
18. Juni 2010 (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)
18. Juni 2010 (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)
10. Juni 2010 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
10. Juni 2010 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
10. Juni 2010 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
10. Juni 2010 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
31. Mai 2010 (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
31. März 2010 (Bild: Eveline Beerkicher/Neue LZ)
31. März 2010 (Bild: Eveline Beerkicher/Neue LZ)
19. März 2010 (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
19. Januar 2010 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
19. Januar 2010 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
19. Januar 2010 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
26. Oktober 2009 (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)
26. Oktober 2009 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
26. Oktober 2009 (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)
12. Oktober 2009 (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
12. Oktober 2009 (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
12. Oktober 2009 (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
24. Juni 2009 (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
24. Juni 2009 (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
24. Juni 2009 (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
25. April 2009 (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
25. April 2009 (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
9. Februar 2009 (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
4. Februar 2009 (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
19. Januar 2009 (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
19. Januar 2009 (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
3. Februar 2009 (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
28. Januar 2009 (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
28. Januar 2009 (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
3. Juni 2008 (Bild: Archiv Neue LZ)
30. Mai 2008 (Bild: Archiv Neue LZ)
18. April 2008 (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Bild: Remo Nägeli/Neue LZ

Überschwemmungsgefahr reduziert

Im Rahmen der Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten wurden Ufermauern und Trenninsel instandgesetzt, ein neues Seitenwehr mit hydraulischer Stauklappe eingebaut, das Längsnadelwehr neu gebaut und das Stirnwehr teilweise verstärkt. Mit dem neuen Seitenwehr kann der Seestand künftig automatisch feinreguliert werden. Für die Grobregulierung wird das Stirnwehr sorgen, das weiterhin von Hand bedient wird.

Zwischen Theatersteg und Spreuerbrücke wurde die Reusssohle abgesenkt und damit die Abflusskapazität am Reusswehr erhöht. Die Abflussmenge kann nun von bisher rund 330 auf 430 Kubikmeter Wasser pro Sekunde erhöht werden, wenn der Seepegel auf der Schadenhöhe liegt. Die Gefahr von Überschwemmungen lässt sich damit wesentlich reduzieren.

Betrieb obliegt der Stadt Luzern

Der Ausbau der Reusswehranlage ist ein Gemeinschaftswerk der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden, der Stadt Luzern und des Bundes, die zusammen für die Realisierung des Projekts 22,825 Millionen Franken bewilligt hatten.

Der künftige Betrieb und Unterhalt der Reusswehranlage ist mit dem neuen Trägerschaftsvertrag unter den Uferkantonen klar geregelt. Die Uferkantone haben den Betrieb und den betrieblichen Unterhalt der Anlage dem Kanton Luzern übertragen. Dieser delegiert diese Aufgabe an die Stadt Luzern.

pd/bep

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