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Neues Team wagt Neustart für Entlebucher Kultursaal

Im Juni haben die Entlebucher die Idee eines Kultursaals an der Urne bachab geschickt. Nun verfolgt ein neues Team eine andere Idee. Die Vision: Ein Zentrum mit einer Ausstrahlung über die Gemeindegrenze.
Roseline Troxler
Eine Theatervorstellung im Hotel Port. Der Saal hätte ursprünglich saniert werden sollen. Bild: Dominik Wunderli (Entlebuch, 2. November 2011)

Eine Theatervorstellung im Hotel Port. Der Saal hätte ursprünglich saniert werden sollen. Bild: Dominik Wunderli (Entlebuch, 2. November 2011)

Nach der Abstimmung zum Kultursaal herrschte Mitte Juni Katerstimmung. Im Hotel Port sollte ein neuer Kultursaal entstehen. Geplant war, dass die Gemeinde den Saal nach der Sanierung für 2,45 Millionen Franken kauft. Doch die Stimmbürger waren von dieser Idee nicht überzeugt (wir berichteten).

Für die Kommission Kultursaal hiess dies: Zurück auf Feld 1. Sie hatte in den darauf folgenden Wochen zahlreiche Gespräche geführt. Mitte September dann hatte sich die Kommission schliesslich aufgelöst.

«Dies erlaubt uns, motiviert Neues anzupacken»

Wie die Gemeinde jüngst verkündete, ist ein Kultursaal für die Gemeinde Entlebuch dennoch nicht vom Tisch. Vor kurzem hat ein achtköpfiges Projektteam den Neustart gewagt. Für die Kommunikation zuständig ist Hanspeter Jenni: «Wir wollen nun Abklärungen tätigen und neue Handlungsmöglichkeiten aufzeigen», erklärt er. Bis auf Gemeinderätin Vreny Müller ist im Projektteam keine der Personen, welche bereits in der Kommission sassen. «Wir dürfen die wertvolle Arbeit der letzten Jahre als Basis verwenden», so Jenni.

Wie der Kultursaal dereinst aussehen könnte, kann Jenni zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Doch er betont: «Unsere Vision ist ein Kultur- und Kongresszentrum Entlebuch.» Ob es einst so weit komme und ein Zentrum mit regionaler oder gar überregionaler Ausstrahlung seinen Betrieb aufnehmen wird, sei aber noch völlig offen. «Doch es ist wichtig, diese Möglichkeit zu prüfen.» Dazu gehöre unter anderem, dass die Gastrobetriebe Port und Drei Könige neu gemeinsam analysiert werden. Die Projektgruppe rechnet damit, dass hier Synergien genutzt werden könnten. Heiri Michel vom Drei Könige ist ebenfalls im Projektteam. Nicht so der Besitzer des Port, der das Gebäude zum Verkauf ausschrieb.

Bei den Abklärungen will das Projektteam über die Gemeindegrenze hinausblicken: «Es macht Sinn, nicht nur den Bedarf von Entlebuch zu berücksichtigen.» So mangle es in der ganzen Region an Räumlichkeiten für Sitzungen, Kongresse und Tagungen. Ausserdem gebe es eine grosse Nachfrage nach hochstehenden Hotelzimmern. «Das Entlebuch würde sich gut für den Seminartourismus eignen.» So könnten das Geschäftliche und Freizeitangebote wie etwa Wandern miteinander verbunden werden. Das Projektteam sucht hier auch das Gespräch mit der Unesco Biosphäre Entlebuch. Bedarf haben auch die Vereine. So wurde etwa im Port alle drei Jahre die Operette der Theatergesellschaft Entlebuch aufgeführt.

Gemeinderat unterstützt Studie mit 10 000 Franken

Bis Ende März will die Projektgruppe eine Machbarkeitsstudie erstellen, wie sie gegenüber dem Entlebucher Anzeiger sagte. «Wir prüfen Optionen für Synergien und hoffen, dass wir dem Gemeinderat einen oder mehrere umsetzbare Lösungsvorschläge unterbreiten können», erklärt Jenni. Ziel sei es, immer offen über die Schritte zu informieren. Für den Start des Projektes hat der Gemeinderat eine Anschubfinanzierung von 10 000 Franken gesprochen. Das Projektteam betont: «Dies ist für uns ein sehr positives Bekenntnis.»

Hinweis: Die Projektgruppe ruft auf, Inputs an ideen@kultur-entlebuch.ch zu senden.

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