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Neun Kandidaten kämpfen um fünf Sitze in der Luzerner Regierung

Im Zentrum der Luzerner Regierungsratswahlen steht die Frage, ob es die SP schafft, ihren 2015 an die SVP verlorenen Sitz in der Regierung zurückzuholen. Von den bisherigen Regierungsräten muss wohl nur einer zittern.
Lukas Nussbaumer
Das Regierungsgebäude des Kantons Luzern an der Bahnhofstrasse 15, wo der Kantonsrat und die Regierung tagen. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Februar 2019)

Das Regierungsgebäude des Kantons Luzern an der Bahnhofstrasse 15, wo der Kantonsrat und die Regierung tagen. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Februar 2019)

Vier Bisherige treten erneut an, einer hat genug. Vor dieser Ausgangslage stehen die Wähler am 31. März – wie vier Jahre zuvor. Heuer tritt FDP-Mann Robert Küng ab, 2011 war es SP-Frau Yvonne Schärli.

Während die SP ihren Sitz vor vier Jahren an die SVP verlor, dürfte die FDP ihr Mandat heuer mit Fabian Peter verteidigen. Es gibt gar Beobachter, die dem 42-jährigen Inwiler Unternehmer den Sprung in die Regierung bereits im ersten Wahlgang zutrauen.

Wirtschaft und Gewerbe unterstützen Schwerzmann

Das wäre genauso eine Überraschung wie eine auf Anhieb gelingende Wiederwahl des parteilosen Finanzdirektors Marcel Schwerzmann (54). Der Krienser musste sowohl 2015 als auch 2011 in Runde zwei, überstand diese aber beide Male problemlos (siehe Tabelle). Auch dank der Unterstützung des Gewerbes und der Wirtschaftsverbände, die sich möglichst viele Vertreter der Tiefsteuerstrategie – wie Schwerzmann einer ist – in der Regierung wünschen.

Resultate der Luzerner Regierungsratswahlen 2015

Anzahl Stimmen
Kandidat 1. Wahlgang 2. Wahlgang
Guido Graf (CVP, bisher) 61'451 *
Robert Küng (FDP, bisher) 59'486 *
Reto Wyss (CVP, bisher) 58'199 *
Marcel Schwerzmann (parteilos, bisher) 43'562 65'708 *
Paul Winiker (SVP, neu) 42'842 54'500 *
Felicitas Zopfi (SP, neu) 34'231 37'154
Michael Töngi (Grüne, neu) 20'241 **
Irina Studhalter (Junge Grüne, neu) 11'808 **

Erwartet wird, dass neben Schwerzmann die anderen Bisherigen, Guido Graf, Reto Wyss (beide CVP) und Paul Winiker (SVP), die Wahlhürde im ersten Anlauf meistern.

SP-Kandidat steht vor schwieriger Aufgabe

Vor einer Herkulesaufgabe steht dagegen Jörg Meyer. Der 50-jährige Adligenswiler Sozialdemokrat soll für seine Partei den 2015 verlorenen Sitz zurückgewinnen. Das wird jedoch schwierig, obwohl der Direktor des Bildungszentrums Gesundheit Zentralschweiz seinen Wahlkampf aussergewöhnlich früh gestartet hat.

Eine reelle Chance hat Meyer wohl nur dann, wenn Marcel Schwerzmann im ersten Wahlgang schlecht abschneidet und sich andere Parteien für die zweite Ausmarchung hinter den SP-Vertreter stellen. Doch auch das muss nichts heissen: Vor vier Jahren sprach sich die CVP im zweiten Wahlgang für SP-Kandidatin Felicitas Zopfi aus, gewählt wurde jedoch Paul Winiker von der SVP – und zwar haushoch (siehe Tabelle).

Kandidaturen als Investition in die eigene politische Zukunft

Die weiteren Kandidaten können trotz hohem Engagement höchstens Achtungserfolge erzielen. Korintha Bärtsch und Roland Fischer haben mit den Grünen und der GLP Parteien hinter sich, Ruedi Schweizer ist als Parteiloser auf sich allein gestellt.

Die Kandidaturen von Bärtsch und Fischer dürften immerhin dazu führen, dass die beiden den Sprung in den Kantonsrat schaffen. Und sie sind auch als Investition in ihre politische Zukunft zu betrachten: Der 53-jährige Fischer sass zwischen 2011 und 2015 im Nationalrat und möchte gerne wieder in Bern politisieren, Bärtsch hat mit erst 34 Jahren noch viele Möglichkeiten, sich für ein politisches Amt zu bewerben.

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