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Nicht einmal 40 Prozent Stimmbeteiligung: Die meisten jungen Stadtluzerner blieben der Urne fern

39,98 Prozent: So tief war die Wahl- und Stimmbeteiligung bei den 18 bis 29-jährigen Stadt-Luzernerinnen und -Luzerner beim letzten Urnengang vom 20. Oktober 2019. Damit fallen sie stark von den älteren Generationen ab.
Pascal Studer

Relative Stimmbeteiligung (in Prozent)

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Es ist ein ewiges Paradox auf dem politischen Parkett: Die jungen Leute beteiligen sich im Vergleich zu den älteren unterdurchschnittlich an der Politik. Keine Ausnahme macht dabei der letzte Urnengang vom 20. Oktober 2019 in der Stadt Luzern. Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, beteiligten sich nicht einmal 40 Prozent aller Personen unter 30 Jahren an an der Neuwahl des Parlaments sowie der Projektierung des Velotunnels am Bahnhof. Besonders schwach schnitten die 18 bis 19-jährigen Männer ab: Hier hat nicht einmal jeder Dritte gewählt beziehungsweise abgestimmt. In absoluten Zahlen waren es nur 134 Männer dieser Altersgruppe.

Besser sieht die Beteiligung bei den älteren Generationen aus: Die Altersgruppe von 30 bis 59 Jahren unterscheidet sich in sich nur marginal – rund jede zweite Person nahm am Urnengang in der Stadt Luzern teil. Wesentlich besser schneiden allerdings die 60 bis 79-Jährigen ab: Hier liegt die Beteiligung bei weit über 50 Prozent. Bei den über 80-jährigen Stimm-Bürgerinnen und -Bürger hat wiederum jede zweite Person am Urnengang teilgenommen.

Absolute Stimmbeteiligung

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Die krasse Differenz zwischen Jung und Alt zeigt sich insbesondere in absoluten Zahlen. Während nur 3'723 18 bis 29-Jährige von ihrem Wahl- und Stimmrecht Gebrauch machten, waren es bei den älteren Altersgruppen gesamthaft 22'589 Personen. Daraus lässt sich wiederum schliessen, dass durch das Fernbleiben der Jungen an der Politik ihre Interessen unterdurchschnittlich vertreten werden. Dies ist insbesondere deshalb problematisch, weil die junge Generation mit den politischen Entscheidungen länger zu leben hat als die älteren Altersgruppen.

Insgesamt lag die Stimmbeteiligung bei 49,45 Prozent. Zum Vergleich: Die nationale Wahlbeteiligung an den Parlamentswahlen betrug 45,1 Prozent und war somit deutlich tiefer als vor vier Jahren.

Vier Wahlkreise waren besonders stimmfreudig

Wie bei den verschiedenen Altersgruppen variiert die Stimmbeteiligung auch bei den Stadtluzerner Kreisen stark. Die Bürgerinnen und Bürger aus den Wahlkreisen Wesemlin, Altstadt / St. Karli, Säli und Geissenstein nahmen dabei überdurchschnittlich am letzten Urnengang teil: Überall lag die Beteiligung bei über 60 Prozent. Nicht einmal jede dritte Person war es derweil in Reussbühl und Littau / Rönnemoos.

Bemerkenswert ist die krasse Differenz bei der Art und Weise, wie abgestimmt beziehungsweise gewählt wurde: Von den gesamthaft 26'312 Personen gingen nur 86 direkt an die Urne. Alle anderen stimmten brieflich ab. Leichte Unterschiede gibt es auch im geschlechterspezifischen Vergleich: Die Stimmbeteiligung der Männer lag bei 51,48 Prozent, diejenige der Frauen bei 47,70 Prozent.

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