Glosse

Nicht nur DJ Bobo: Diese Luzerner Persönlichkeiten wären ebenfalls geeignet für die neue Gesundheitskampagne des Kantons

Nicht nur Popmusiker DJ Bobo eignet sich für die aktuelle Kostensenk-Kampagne der Luzerner Gesundheitsdirektion. Andere Prominente hätten ebenfalls einen Namen, der zu medizinischen Wortspielen einlädt.

Lucien Rahm
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DJ Bobo gibt für die kantonale Kostensenk-Kampagne Namen und Gesicht her. (Bild: PD)

DJ Bobo gibt für die kantonale Kostensenk-Kampagne Namen und Gesicht her. (Bild: PD)

Musiker DJ Bobo ist seit vergangener Woche an verschiedenen Orten im Kanton Luzern auf Werbeplakaten zu sehen. Das Bild des lächelnden «DJs» wird begleitet von der wortwitzigen Beschriftung «Gehen Sie nicht wegen jedem Bobo zum Arzt!».

Mit der Kampagne will die kantonale Gesundheitsdirektion die Bürger dazu auffordern, die Krankenkassenkosten nicht unnötigerweise in die Höhe zu treiben. Bei Bagatellverletzungen sollen sie davon absehen, gleich einen Mediziner aufzusuchen.

Nicht nur der in Kastanienbaum wohnhafte DJ Bobo eignet sich zu diesem Zweck ideal. Auch andere im Kanton Luzern präsente Persönlichkeiten wären aufgrund ihrer Eigenschaften für die Umerziehungs-Aktion geeignet.

Empfehlen würde sich beispielsweise auch FCL-Stürmer Pascal Schürpf. Wegen seiner Tätigkeit als Fussballspieler kennt sich dieser mit Verletzungen bestens aus und würde der Kampagne daher eine besondere Glaubwürdigkeit verleihen. Seine Plakatbeschriftung könnte folgendermassen aussehen: «Gehen Sie nicht wegen jeder Schür(p)f-Wunde zum Arzt!»

In Frage käme ebenso FDP-Nationalrat Albert Vitali, der sich als Bundesparlamentarier seit Jahren mit dem Problem steigender Gesundheitskosten beschäftigen muss und ebenfalls wüsste, wovon er sprechen würde. Sein Kampagnenspruch könnte lauten: «Gehen Sie erst zum Arzt, wenn Ihre Vitalität wirklich ernsthaft eingeschränkt ist!»

Die infolge hoher Kosten stets steigenden Krankenkassenprämien schmerzen besonders Geringverdiener. Solche finden sich bekanntermassen in der Gruppe der Kulturschaffenden in hoher Zahl. Ein spezielles Interesse am Erfolg der Kampagne dürfte daher auch die Willisauer Spassmusikerin Frölein Da Capo haben. Mit folgendem Slogan könnte sie sich – je nach humoristischen Ansprüchen der Verantwortlichen – daran beteiligen: «Gehen Sie erst ins Spital, wenn Ihr Körper komplett capott ist!»

Ein anderer Luzerner Kulturerzeuger hat bereits deutlich gemacht, dass er Billigvarianten hinnehmen würde, wenn er dadurch Idealvorstellungen realisieren kann («För dech wörd ech of Oute zieh»). Der Mauenseer Sänger Kunz würde die Verhaltensempfehlung des Kantons daher auf optimale Weise verkörpern. Auch sein Künstlername taugt zum mehr oder weniger gelungenen Wortspiel: «Eine Knieprellung erfordert noch kein Kunztgelenk!»