Nicht zonenkonform: Jagdhaus in Werthenstein soll abgerissen werden

Eigentlich wollten die Eigentümer eines Jagdhauses in Werthenstein ein Baugesuch für die Instandstellung des Hauses einreichen. Jetzt wehren sie sich bis vor Bundesgericht gegen den Abriss.

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Ein seit 1962 bestehendes Jagdhaus muss abgerissen werden. Zu diesem Urteil kommt das Luzerner Kantonsgericht. Nachdem das Haus durch einen Brand stark beschädigt worden war, hatten die Eigentümer im August 2017 ein Baugesuch zur Instandstellung und Reparatur des Gebäudes eingereicht. Dieses lehnten sowohl der Kanton als auch der Gemeinderat von Werthenstein ab. Grund: Das vor 56 Jahren rechtmässig erbaute Haus steht mittlerweile ausserhalb der Bauzone und wird seit 1976 als Freizeitgebäude genutzt – obwohl es in der Landwirtschaftszone steht.

Die Eigentümer legten beim Kantonsgericht Beschwerde ein. Sie machten geltend, dass nach Raumplanungsgesetz Bauten grundsätzlich geschützt sind, wenn sie vor dem 1. Juli 1972 erstellt wurden. Seit diesem Zeitpunkt wird zwischen Bau- und Nichtbauzonen unterschieden.

Umnutzung bewilligungspflichtig

Laut Kantonsgericht ist die Nutzung als Freizeitgebäude entscheidend. So hätten die Eigentümer schon 1976 eine Bewilligung für die Umnutzung einreichen müssen. Das wiederum hätten die Behörden ablehnen müssen, da das Freizeithaus unter anderem zu nah am Wald liegt.

Das Haus wurde durch den Brand so stark beschädigt, dass spätestens jetzt für die Instandstellung eine Bewilligung notwendig wäre, urteilt das Kantonsgericht. Die Eigentümer ziehen das Urteil ans Bundesgericht weiter. (avd)