NIDWALDEN/LUZERN: Bund wehrt sich für Bürgenstock-Bahn

Die Bürgenstock-Bahn soll komplett erneuert werden, die historischen Waggons werden ersetzt – das missfällt dem Bund. Derweil plant die SGV bereits ein neues Pendler-Schiff nach Kehrsiten.

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An der Linienführung der Bürgenstock-Bahn ändert sich nichts. Die alten Wagen der Standseilbahn werden aber verschwinden. (Bild: PD)

An der Linienführung der Bürgenstock-Bahn ändert sich nichts. Die alten Wagen der Standseilbahn werden aber verschwinden. (Bild: PD)

Jetzt ist klar, warum sich der Bund beim Sanierungsprojekt Bürgenstock-Bahn quer gestellt hat: Der eidgenössische Denkmalschutz will so viel wie möglich von der 1888 erbauten Standseilbahn retten. Ausser Linienführung bleibt allerdings nicht mehr viel übrig, die historischen Waggons werden ersetzt. «Wir bedauern, dass dieser wertvolle Zeuge der Seilbahngeschichte an Wert verlieren wird», so der Denkmalschutz auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung».

SGV will Pendlerschiff bauen

Derweil setzt die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) in der Planung gezielt auf das neue Bürgenstock-Resort: Ein neues Pendler-Schiff Luzern–Kehrsiten soll Angestellte und Bewohner ab 2017 befördern. Das Schiff soll bis zu 300 Passagiere befördern können und stündlich hin und her pendeln. «Es ist die schönste, komfortabelste und auch schnellste Verbindung auf den Berg», sagt auf Anfrage Martin Wicki, Leiter Geschäftsbereich Schifffahrt bei der SGV.