Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Niedergebranntes Jagdhaus in Werthenstein muss definitiv weg

Statt ein Jagdhaus nach einem Brand wieder herzurichten, müssen es die Eigentümer abreissen. Das hat nach allen Vorinstanzen nun auch das Bundesgericht entschieden.

(avd) Ein 1962 erbautes Jagdhaus muss endgültig abgerissen werden. Das hat das Bundesgericht entschieden. Nachdem das Haus durch einen Brand stark beschädigt worden war, hatten die Eigentümer 2017 ein Baugesuch zur Instandstellung eingereicht.

Dieses lehnten sowohl der Kanton als auch der Ge­meinderat von Werthenstein ab. Grund: Das damals rechtmässig erbaute Haus steht mittlerweile ausserhalb der Bauzone und wird seit 1976 als Freizeitgebäude genutzt – obwohl es in der Landwirtschaftszone steht.

Freizeitgebäude in Landwirtschaftszone

Die Eigentümer legten beim Kantonsgericht Beschwerde ein. Sie machten geltend, dass nach Raumplanungsgesetz Bauten geschützt sind, wenn sie vor dem 1. Juli 1972 erstellt wurden. Seither wird zwischen Bau- und Nichtbauzonen unterschieden. Laut Kantonsgericht ist die Nutzung als Freizeitgebäude entscheidend. So hätten die Eigentümer schon 1976 eine Bewilligung für die Umnutzung einreichen müssen. Das wiederum hätten die Behörden ablehnen müssen, da das Freizeithaus unter anderem zu nah am Wald liegt.

Die Eigentümer zogen das Urteil ans Bundesgericht weiter. Dieses gab nun den Vorinstanzen Recht. Der Fall erinnert an die über hundert illegalen Bauten im Krienser Hochwald, als deren Eigentümer nachträglich Baugesuche einreichen mussten (wir berichteten).

Urteil 1C_558/2018

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.