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Noch nie lebten in Luzern so viele Vermögensmillionäre

Die jüngsten Zahlen der kantonalen Steuerstatistik zeigen: Der Anteil der gutbetuchten Luzerner wächst. Der Finanzdirektor sieht sich mit der Tiefsteuerstrategie bestätigt – will den Erfolg aber nicht für sich allein verbuchen.
Evelyne Fischer
Im Kanton Luzern werden höhere Einkommen und Vermögen deklariert. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 29. November 2018)

Im Kanton Luzern werden höhere Einkommen und Vermögen deklariert. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 29. November 2018)

Die Bevölkerung des Kantons Luzern wächst und wird älter: Laut Lustat Statistik Luzern werden 2030 rund 460'000 Personen im Kanton leben. Knapp 60'000 mehr als heute. Diese Zahlen sind wenig überraschend. Interessant ist hingegen, dass die alternde Bevölkerung nicht nur für Herausforderungen sorgt – etwa im Gesundheitswesen, sondern – aus finanzieller Sicht – auch Vorteile mit sich bringt. Denn: Ältere Menschen haben im Schnitt «ein höheres Steueraufkommen als junge Personen in Ausbildung oder am Anfang ihrer Berufslaufbahn». Dies besagt der Bericht «Demografieabhängige Langfristperspektiven der öffentlichen Finanzen», den Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos) kürzlich vorgestellt hat.

Einkommen: Anteil der Gutverdiener wächst

Ein Blick in die gestern veröffentlichte Steuerstatistik offenbart jedenfalls: Ein Viertel aller Steuerzahler ist bereits im Ruhestand. Und: In den letzten fünf Jahren hat die Zahl der Gutverdiener stark zugenommen. Der Anteil Steuerpflichtiger mit einem Reineinkommen von mindestens 100'000 Franken ist von 12,2 (2012) auf 13,6 Prozent (2016) gestiegen. Dies entspricht bei rund 232'500 Steuerpflichtigen einer Zunahme von 11,1 Prozent.

Noch auffälliger ist die Entwicklung bei den Vermögensmillionären: Gut 13'800 Luzerner besassen 2016 ein Reinvermögen von mindestens einer Million Franken. Gegenüber dem Jahr 2012 entspricht dies einer Zunahme von 22,4 Prozent. Der Steuerausweis von 1943 Luzernern wies 2016 zudem ein Vermögen von über 5 Millionen aus, die Hälfte davon war im AHV-Alter. Auf der anderen Seite der Skala finden sich 11'900 Luzerner, die kein Einkommen und knapp 41'600 Personen, die nicht einen Rappen Vermögen versteuern.

Höchststand der unbeschränkt Steuerpflichtigen

Wie Lustat in einer Mitteilung zur Steuerstatistik schreibt, ist die Anzahl der unbeschränkt steuerpflichtigen Personen im Kanton Luzern seit 2005 kontinuierlich angestiegen und hat 2016 eine Rekordhöhe erreicht. Gleiches gilt für den Höchststand des steuerbaren Einkommens und Vermögens: 2016 lag das steuerbare Einkommen bei 13,2 Milliarden Franken, das steuerbare Vermögen bei 74,4 Milliarden.

Der Gesamtsteuerertrag stieg 2016 auf 506 Millionen Franken – ein Plus von 9 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr. Am meisten profitierte der Fiskus dabei von den Unselbstständigerwerbenden: Sie sorgten mit 364,3 Millionen Franken für fast drei Viertel aller Einnahmen.

Finanzdirektor klopft Bürgerlichen auf die Schulter

Auf Anfrage sagt Finanzdirektor Marcel Schwerzmann: Die erfreulichen Zahlen seien auch der Tiefsteuerstrategie zu verdanken. «Der Kanton Luzern weist ein schweizweit überdurchschnittliches Wachstum an Firmengründungen auf. Das ist sehr erfreulich und jetzt auch statistisch untermauert», so Marcel Schwerzmann. Jene neuen Unternehmen – sowie die bestehenden – würden neue Arbeitsplätze schaffen. «Dabei steigt der Anteil der höher qualifizierten Arbeitsplätze mit der entsprechenden Einkommensmöglichkeit an.»

«Die Tiefsteuerstrategie ist nicht alleine mein Erfolg. Die Regierung, die bürgerlichen Parteien sowie die Bevölkerung haben diese Strategie mitgetragen.»

Marcel Schwerzmann, Finanzdirektor


Dies gelinge nur mit den entsprechenden Standortbedingungen: gutes Bildungsangebot, gute verkehrstechnische Erreichbarkeit, attraktive Wohnlagen, hohe Lebensqualität, moderates Steuerklima. «Dass die Tiefsteuerstrategie Früchte trägt, ist aber nicht alleine mein Erfolg», sagt Schwerzmann. «Die Regierung, die bürgerlichen Parteien sowie die Bevölkerung haben diese Strategie mitgetragen.»

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