Norbert Welti steigt als Zunftmeister quer ein

Am Samstag kürte die Fröschenzunft Meggen ihren neuen Zunftmeister. Dieser will die Fasnacht zur Ferienzeit machen.

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Norbert Welti (Mitte) freut sich im Megger Gemeindesaal über sein neues Amt. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Norbert Welti (Mitte) freut sich im Megger Gemeindesaal über sein neues Amt. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Traditionell trafen sich die 45 Mitglieder der Fröschenzunft Meggen und ihre Gäste am Samstagabend im Gemeindesaal. Gefeiert haben sie die Inthronisation ihres Zunftmeisters für das Jahr 2012. Norbert Welti (52) und seine Frau Barbara Welti-Schuler sind das 53. Zunftpaar und werden vom Weibelpaar Ernst und Astrid Muggli unterstützt. Wie es bei der Zunft Brauch ist, wird damit das Zepter nicht an ein Zunftmitglied übergeben, sondern an einen Aussenstehenden.

Familienvater und Unternehmer

Auch wenn Welti jetzt als Zunftmeister Neuland betritt – auf die Wahl war er nicht gänzlich unvorbereitet. «Ich wurde im August 2011 von meinem Vorgänger angefragt, ob ich Interesse hätte», sagt Welti. Mit der Zusage wählte er eine zeitintensive Tätigkeit. Der Vater dreier Töchter leitet die Firma Norwel AG (Strategie- und Organisationsberatung) und engagiert sich in der Fasnachtsgruppe Citterio Meggen. Mit seinem neuen Amt werden nun übers ganze Jahr rund 100 Termine seine Agenda füllen.

«Natürlich habe ich diesen Entscheid vorher mit meiner Frau besprochen. Ohne ihre Unterstützung wäre das nicht machbar», sagt Welti. Auch Vollzeit arbeiten dürfte stellenweise schwierig werden. «Nur schon die Vorbereitungen für die Inthronisationsfeier haben mich diese Woche in der Arbeit stark eingeschränkt.» Wie viel Zeit dann noch für seine Leidenschaften, das Joggen, Biken und Skifahren übrig bleibt, wird sich weisen.

Fasnacht auf der Insel

Für die Fasnacht 2012 hat Norbert Welti das Motto «Ab uf d’Insle» gesetzt. Denn: «Im Fasnachtstreiben verhalten sich die Leute unbeschwerter und anders als im Alltag.» Es komme ihm häufig fast so vor, als hätte man seinen Koffer gepackt und entspanne sich nun auf der Fasnachtsinsel.» Die Fasnachtstage sind so komplett anders als der Alltag, dass sie für mich wie eine Art Ferien sind», so Welti. Er möchte seine Zunftkollegen und die Megger einladen, nicht nur auf diese Insel mitzukommen, sondern auch Erinnerungen und geknüpfte Freundschaften als Souvenir in die Zeit nach der Fasnacht mitzunehmen.

Basil Böhni