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NOTEHEUER: Von Kopf bis Fuss auf Fasnacht eingestellt

Für die Fasnacht gerüstet, das ist Walter Strebel seit Kindesbeinen. Aktiver Guugger ist er seit 55 Jahren und seinen 90. Geburtstag feiert er im Mai.
Sandra Monika Ziegler
Der 90-jährige Walter Strebel posaunt sich in seine 55. Fasnachtssaison. (Bild: Pius Amrein)

Der 90-jährige Walter Strebel posaunt sich in seine 55. Fasnachtssaison. (Bild: Pius Amrein)

«Ich bin mit der Fasnacht gross geworden», erinnert sich der bald 90-jährige Walter Strebel. Er wuchs in der Basel-, Bern- und Hertensteinstrasse auf und war deshalb immer nah an der Fasnacht. Schon als Knirps war er mit den Eltern in Gassen und Beizen unterwegs. «Damals war das ganz normal, die Familie war zusammen», so Strebel. Im Schlepptau der Familie kam es öfters vor, dass man Klein Walter auf den Beizentisch stellte und er ein Liedchen trällern musste. Er erinnert sich: «Das gab die ersten Batzen, um etwas zu kaufen.» Die musikalische Ausrüstung war damals eher bescheiden. Es wurde auch mit Kuhhörnern und Saublattern (Saublase) geschränzt und getrommelt. Die Fasnacht war fortan ein fester Bestandteil im Leben von Walter Strebel. So erstaunt wenig, dass die fasnächtlichen Urgesteine Sepp Ebinger, Max Baumann und Leopold «Pöldi» Haefliger auch zu seinem Bekanntenkreis zählten.

Ein Gassenhauer traf ihn ins Herz

Walter Strebel war bereits als junger Mann der Kunst sehr angetan. Er wollte wie «Pöldi» auch die «Kunsti» besuchen, doch dafür habe einfach das Geld gefehlt. Die Liebe zur Malerei sei jedoch geblieben. Sein Brot verdiente er bei der Stadt, beim Strasseninspektorat. Jahrzehntelang war er auch bei der Stadtfeuerwehr. Als Walter Strebel 34 Jahre alt war, kam es während des fasnächtlichen Treibens zur alles entscheidenden Begegnung: Die Luzerner Fasnachtsmusig Noteheuer Lozärn gab den Gassenhauer «Fräulein, händ Sie mis Hündli gseh?» zum Besten, und das traf Walter Strebel mitten ins Herz. Er erinnert sich, als wäre es erst gestern gewesen: «Von da an wollte ich unbedingt ein Teil dieser Gruppe sein.» So stellte Strebel 1960 sein Aufnahmegesuch bei den Noteheuern. Dem wurde stattgegeben. Den Namen «Onki» erhielt er von Daniel Räber, damals noch ein «kleiner Bub», wie sich Strebel erinnert.

Für «Onki» startet heute die 55. Saison. Mit Mexikaner-Outfit und Posaune ist er startklar. «Für dieses Jahr habe ich zwei Kostüme, dann kann ich wechseln.» Bei den obligaten Proben konnte er leider nicht immer dabei sein. Er wohnt mittlerweilen im thurgauischen Arbon. Trotzdem ist er guter Dinge, dass er auch heuer den richtigen Ton findet. Bei den Noteheuers Alti Garde Lozärn schätzt man den quirligen, humorvollen Posaunisten. Er sei immer zum Scherzen aufgelegt und habe eine ansteckend positive Einstellung, sagt etwa Obmann Martin Bründler.

Luzern im Herzen

Mit seinen 90 Lenzen gehört er zu den Urgesteinen der Lozärner Fasnacht. Sein Rezept für fröhliches Altern: «Gesund, glücklich und zufrieden muss man sein, dann spielt das Alter keine grosse Rolle, und die Energie bleibt erhalten.» Obwohl in Arbon zu Hause, bleibt Luzern in seinem Herzen. Deshalb werde er, sobald seine Lebensgefährtin auch pensioniert sei, mit ihr zusammen wieder in die Stadt ziehen. Doch das könne noch fünf, sechs Jahre dauern.

Sandra Monika Ziegler

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