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NOTFALL: Luks rüstet seinen Rettungsdienst auf

Das Luzerner Kantonsspital nimmt drei neue Ambulanzfahrzeuge in Betrieb. Die Ausstattung der Wagen erleichtert den Rettungssanitätern den Einsatz massiv.
Roger Rüegger
Rettungssanitäter Gerald Kurtz präsentiert einen der drei neuen Rettungswagen. (Bild: Evelyne Beerkircher (Luzern, 27. September 2017))

Rettungssanitäter Gerald Kurtz präsentiert einen der drei neuen Rettungswagen. (Bild: Evelyne Beerkircher (Luzern, 27. September 2017))

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Der Freude über die neuen Rettungsfahrzeuge ist gestern Nachmittag bei der Einstellhalle im Luzerner Kantonsspital (Luks) Nachdruck verliehen worden. Die Übergabe dreier neuer Fahrzeuge wurde feierlich zelebriert. Als sich das Tor der Halle öffnete, entwickelte sich künstlicher Rauch. Es ertönte Musik aus dem Film «Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen».

Dann erhellten blaue Blitze das Gebäudeinnere. Schliesslich tauchten die drei neuen Mercedes des Typs «Sprinter 519 CDI» aus dem Nebel hervor. Eine Delegation des deutschen Lieferanten Wietmarscher Ambulanz und Sonderfahrzeuge GmbH, Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie Verantwortliche des Luks applaudierten.

Knifflige Aufgabe des Luks an den Lieferanten

Manuel Wanzenried, betrieblicher Leiter Rettungsdienst des Luks, bedankte sich bei Markus Ebel vom Lieferanten für das Umsetzen der kniffligen Aufgabe, die das Luks gestellt habe. «Die Fahrzeuge wurden nach unseren Wünschen und Bedürfnissen umgebaut. Dazu wurde zuerst von einer Arbeitsgruppe, der unter anderem auch Rettungssanitäter angehören, ein Kriterienkatalog erstellt», so Wanzenried.

Neben relativ geringen Abweichungen, wie den technischen Anschlüssen für Luft und Gas oder dem Anpassen der Beleuchtung auf Schweizer Norm, wurden die Fahrzeuge so konstruiert, dass die Rettungssanitäter bei einem Einsatz auf das benötigte Material für die Rettung neu von aussen Zugriff haben. Und zwar sowohl auf Fahrerseite wie auch beim Beifahrer. «So sind die Abläufe von vornherein klar geregelt. Der Fahrer hat von aussen zum Monitor und damit zur Patientenüberwachung Zugang. Der Beifahrer kann das medizinische Equipment sowie den Sauerstoff nehmen», erklärt Rettungssanitäter Gerald Kurtz. Dies erleichtere den Rettungseinsatz massgeblich.

Das ist möglich, weil die drei neuen Fahrzeuge im System «Wechselkoffer» aufgebaut sind. Der Patientenraum ist als separate Zelle auf das Grundfahrzeug montiert. In den älteren Fahrzeugen, den Kastenwagen, müssen die Sanitäter ins Fahrzeuginnere steigen, um an das Material zu gelangen, was im Vergleich zum neuen System umständlich ist. Die neuen Rettungswagen haben noch weitere verbesserte Funktionen: So kann ein Rettungssanitäter die elektronisch betriebene Trage neu per Knopfdruck alleine bedienen, ohne Muskelkraft.

Mit dem System Wechselkoffer wird die Lebensdauer der Fahrzeuge erhöht. Die Rettungswagen werden nach sechs Jahren oder 300 000 Einsatzkilometern ausgetauscht. Während das Fahrzeug seinen Dienst getan hat und ersetzt wird, kann der Patientenraum als einzelne Einheit auf ein neues Fahrzeug montiert werden. Damit verdoppelt sich gemäss Luks die Lebensdauer des Patientenraums.

Insgesamt verfügt das Luks über 15 Rettungsfahrzeuge, die in Luzern, Sursee und Wolhusen im Einsatz sind. An jedem Standort wird ein neuer Rettungswagen eingesetzt. Die Kosten für die Fahrzeuge betragen 200 000 bis 300 000 Franken und werden vom Luks bezahlt. Die drei ersetzten Rettungswagen werden an den Lieferanten zurückgegeben. Der Einsatz der neuen erfolgt in drei Wochen.

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