NOTFALLSEELSORGE: Angehörige 13 Mal bei Suiziden unterstützt

Die Notfallseelsorge der katholischen, reformierten und christkatholischen Kirche im Kanton Luzern ist 2008 67 Mal ausgerückt. Die Anzahl Einsätze hat in den letzten Jahres stetig zugenommen.

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Die Notfallseelsorge arbeitet eng mit den Rettungsdiensten zusammen. (Archivbild: PD)

Die Notfallseelsorge arbeitet eng mit den Rettungsdiensten zusammen. (Archivbild: PD)

Von den 67 Einsätzen erfolgten die meisten im Zusammenhang mit Suiziden (13), plötzlichen Todesfällen (10) und Verkehrsunfällen (8). Zunehmend gerufen wurden Notfallseelsorgende im Zusammenhang mit Konflikten, Freizeitunfällen, Bränden und für das Überbringen von Todesnachrichten. Grossereignisse gab es 2008 nicht. Die Notfallseelsorgenden sind aber immer wieder zu zweit vor Ort, da häufig mehrere Angehörige oder Beteiligte zu betreuen sind.

Angehörige, Augenzeugen und Unverletzte
Die ökumenische Notfallseelsorge, getragen vom Kanton und den drei Landeskirchen (katholische, reformierte und christkatholische Kirche im Kanton Luzern), besteht seit 2002. Sie kümmert sich vor allem um Angehörige, Augenzeugen und unverletzte Beteiligte. Zurzeit gehören 35 Seelsorgende zum Team. Sie leisten neben ihrer Tätigkeit in den Kirchgemeinden und Pfarreien einen wichtigen Dienst in Notfallsituationen.

In den sieben Jahren nahm die Anzahl Einsätze stetig zu: Wurden 2002 noch 23 Einsätze gezählt, waren es 2007 und 2008 je 67 (2006: 53). Aufgeboten werden die Notfallseelsorgenden immer vom Rettungsdienst 144, von der Polizei oder der Feuerwehr. Rund um die Uhr stehen zwei Seelsorgende auf Pikett.

scd