NOTSANIERUNG: Die Stadt Luzern will die Seebadi retten

Die Seebadi muss saniert werden, sonst droht das Aus. Das soll verhindert werden. Auch wenn die Badi mit dem Umbau ihr Herzstück verlieren könnte.

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So könnte die Seebadi nach der Sanierung aussehen. (Visualisiserung pd)

So könnte die Seebadi nach der Sanierung aussehen. (Visualisiserung pd)

122 Jahre steht die Seebadi schon im Seebecken. Diese Zeit hat Spuren hinterlassen: «Das Bad ist marode. Ohne umfassende Sanierung droht im Jahr 2010 die Schliessung.» Das hält der Stadtrat in einer Mitteilung fest. Das Aus der Badi will der Stadtrat jedoch verhindern. Denn: «Mit der einzigartigen Architektur ist das Bad aus dem Luzerner Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Und sie ermöglicht Badevergnügen mitten in der Stadt.» Der Stadtrat beantragt dem Parlament darum, die geplante Sanierung der beliebten Badeanstalt mit 3 Millionen Franken zu unterstützen.

Die Seebad AG muss aber noch 1 Million auftreiben, um die Gesamtkosten von 4 Millionen Franken zu decken. Hansruedi Martin, Präsident der Seebad AG, ist guter Dinge, dass dies gelingt: Geplant ist eine Aktienkapitalerhöhung von 400'000 Franken, weitere 250'000 Franken soll die kantonale Denkmalpflege zahlen, und «wir werden auch nicht darum herumkommen, ein Darlehen aufzunehmen», so Martin.

Der «Hubboden» muss noch finanziert werden
Für die 4 Millionen Franken gibts allerdings nicht alles, was ursprünglich vorgesehen war. Besonders der Verzicht auf diesen Gitterboden in der Badi, mit dem die Beckentiefe dem Seespiegel angepasst werden kann, schmerzt Präsident Hansruedi Martin. Denn dieser so genannte «Hubboden» ist nicht nur aus betrieblicher Sicht von Bedeutung – ohne hätte die Badi künftig keinen Nichtschwimmer-Bereich mehr , er ist auch «historisch wertvoll», so Martin. Um den Boden, quasi das Herzstück der Badi, doch noch sanieren zu können, will Martin einen Gönner finden, der die nötigen rund 650'000 Franken aufbringt.

Für die Sanierung der denkmalgeschützten Badi wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt; umgesetzt wird das Projekt der Luzerner Architekten Bosshard und Luchsinger.

Martin Messmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.