NOTTWIL: 14 Asylbewerber untergetaucht

Jeder fünfte Asylbewerber im Bundeszentrum ist untergetaucht. Der Bund spricht von einer hohen Zahl.

Luzia Mattmann
Drucken
Teilen
Zentrumsleiter Sämi Friedli gestern Nachmittag vor dem Eingang des Asylzentrums in Nottwil. (Bild Pius Amrein)

Zentrumsleiter Sämi Friedli gestern Nachmittag vor dem Eingang des Asylzentrums in Nottwil. (Bild Pius Amrein)

14 der 72 angereisten Asylbewerber im Bundeszentrum in Nottwil sind untergetaucht. Weitere 6 Asylbewerber sind freiwillig aus Nottwil nach Italien zurückgereist, von wo sie hergekommen sind. Dies sagt Michael Glauser vom Bundesamt für Migration auf Anfrage unserer Zeitung. «Diese Zahl ist eher hoch», sagt er. Das Asylzentrum im alten Militärspital von Nottwil ist seit knapp drei Wochen von Asylbewerbern bewohnt. Derzeit befinden sich 52 Asylsuchende im Zentrum. Ab heute sollen es 85 sein, weil neue Personen aus dem Erstaufnahmezentrum in Chiasso anreisen.

Die Hauptgründe für das häufige Untertauchen seien wohl, dass es sich in Nottwil um eine unterirdische Anlage handle und die meisten der Asylbewerber wohl nicht grosse Chancen auf einen positiven Asylentscheid hätten, sagt Zentrumsleiter Sämi Friedli.

Anwohner beschweren sich

Die Asylbewerber dürfen das Zentrum ab 9 Uhr verlassen, müssen aber bis um 17 Uhr wieder zurück sein.

Im Allgemeinen sei die Situation rund um das Zentrum ruhig, sagt Friedli. Allerdings habe es mehrere Reklamationen gegeben, weil sich Anwohner daran gestört hätten, dass Asylbewerber in der Öffentlichkeit Bier getrunken hatten. Die Zahl der Asylsuchenden, die sich im Zentrum aufhalten, wird täglich überprüft: Die Securitas macht Ein- und Ausgangskontrollen und registriert dabei die Identifikationspapiere der Asylbewerber.

«Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper».