NOTTWIL: 42 Asylbewerber untergetaucht

Seit der Eröffnung des Bundeszentrums sind über 10 Prozent der Asylbewerber untergetaucht. Dabei lässt sich der Bund die Sicherheit im Zentrum einiges kosten.

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Asylbewerber im Bundeszentrum in Nottwil. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Asylbewerber im Bundeszentrum in Nottwil. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Erstmals gewährte das Bundesamt für Migration (BFM) den Medien Zutritt ins provisorische Bundesasylzentrum im Militärspital Nottwil. Dabei wurden Zahlen genannt, die in dieser Höhe überraschen. So waren dort seit der Eröffnung am 14. Januar insgesamt 372 Asylbewerber untergebracht – 42 von ihnen sind untergetaucht.

Die Asylbewerber kritisieren die Zustände in Nottwil. Das Ausgangsregime sei zu streng – um 17 Uhr müssen alle in der Unterkunft sein, um 22 Uhr ist Nachtruhe. Diese Regeln gelten jedoch in allen Bundeszentren und seien gesetzlich festgeschrieben, betont Michael Glauser, Sprecher des BFM. Hauptkritikpunkt ist zudem das fehlende Tageslicht in der Unterkunft. Auch Michael Glauser sagt, das sei nicht ideal, für ein provisorisches Zentrum aber zumutbar.

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Am 7. Juli wird die Nottwiler Unterkunft nach sechs Monaten Betrieb definitiv geschlossen. Ob bis dahin das nächste geplante Provisorium in der Zentralschweiz, die Unterkunft in Alpnach, in Betrieb geht, ist noch immer offen. Klar ist hingegen, wie viel sich der Bund solche sechsmonatige Provisorien kosten lässt. Zwischen 2 und 2,8 Millionen Franken sind es laut Angaben des Bundesamts für Migration, wovon die Sicherheitskosten einen grossen Teil ausmachen.

Alexander von Däniken

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