NOTTWIL: 7,8 Millionen für ein neues Schulhaus

Ein dreistöckiges Schulhaus soll Platzprobleme lösen. An den Kosten scheiden sich jedoch die Geister.

Cyril Aregger
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So soll das neue Nottwiler Schulhaus aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll das neue Nottwiler Schulhaus aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Unter anderem sechs Klassenzimmer, zwei Kindergartenzimmer, ein Lehrerzimmer und zehn Gruppenräume wird der dreistöckige Neubau bieten, der anschliessend an das bestehende Schulareal errichtet werden soll. Der Gemeinderat beantragt bei den Stimmbürgern dafür einen Kredit über 7,76 Millionen Franken. «Es ist wohl unbestritten, dass wir mehr Schulraum brauchen: wegen des gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Kindergartenjahres, wegen der 3. Sekundarstufe, die wir nun in Nottwil anbieten und wegen des prognostizierten Bevölkerungswachstums», sagt Edith Schwander-Arnold (CVP), Gemeinderätin Ressort Bildung und Kultur. Trotzdem sei sich der Gemeinderat bewusst, dass die Abstimmung am 28. Februar kein Selbstläufer werde: «7,7 Millionen Franken sind ein grosser Betrag. Die Investition ist jedoch im mehrjährigen Finanz-und Aufgabenplan ausgewiesen und verkraftbar.» Sagen die Stimmbürger Ja zum neuen Schulhaus, könnte im Juni oder Juli mit dem Bau begonnen werden, ein Jahr später soll das Gebäude bezugsbereit sein.

Zweifel bei der SVP

Die FDP unterstützt das Projekt einstimmig. Die Notwendigkeit sei gegeben, sagt Präsident Urs Steffen. Positiv sei auch, dass im Vorfeld verschiedene Varianten geprüft wurden. «Wir sind überzeugt, dass die Jury die optimale Variante gewählt hat. Es ist kein Luxusbau, und weil das Gebäude bereits für eine mögliche Erweiterung vorbereitet ist, erhalten wir mit diesem Neubau eine nachhaltige Lösung.» Anders beurteilt dies die SVP. «7,7 Millionen Franken sind sehr viel Geld», findet Präsidentin Angela Lüthold. Den Raumbedarf stelle man wegen der zehn geplanten statt vier Gruppenräumen in Frage. «Wir fragen uns, ob da nicht eine Luxusvariante vorgeschlagen wird.» Ausserdem lasse die Vorlage einige Fragen offen, so sei beispielsweise nicht erklärt, wie der Bau geheizt werden soll. Trotz dieser Zweifel hat die Partei Stimmfreigabe beschlossen und nicht die Nein-Parole gefasst. Lüthold: «Schule ist ein heikles Thema. Mit der Stimmfreigabe wollen wir die Bürger aber dazu aufrufen, das Kostenbewusstsein zu schärfen.»

Zur Frage der Heizung sagt Edith Schwander: «Sie wird als Nah-Wärmeverbund für den gesamten Schulcampus, die Sporthalle und das Gemeindezentrum geplant; damit werden gleich mehrere marode Heizanlagen durch ein ökologisch sinnvolles Heizsystem ersetzt.»

Die CVP wird ihre Parole morgen fassen.

Cyril Aregger