NOTTWIL: Asylbewerber werden abgeschottet

Das Asylzentrum des Bundes ist für Aussenstehende tabu. Nur wenige Personen wissen, wie die 122 Asylbewerber dort leben.

Robert Knobel
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Im Chuttlehus in Nottwil (oben) haben die Asylbewerber einen neuen Aufenthaltsraum erhalten, in dem sie Internetzugang haben. Der Zugang zur Unterkunft im Militärspital (unten) bleibt für Medien und die Öffentlichkeit hingegen verschlossen.

Im Chuttlehus in Nottwil (oben) haben die Asylbewerber einen neuen Aufenthaltsraum erhalten, in dem sie Internetzugang haben. Der Zugang zur Unterkunft im Militärspital (unten) bleibt für Medien und die Öffentlichkeit hingegen verschlossen.

Mitte Januar betreibt der Bund in Nottwil ein Asylzentrum. Die aktuell 122 Bewohner leben weit gehend isoliert von der Umgebung. Nur ganz wenige Aussenstehende haben Zutritt zum ehemaligen Militärspital. Der Nottwiler Diakon Bruno Hübscher ist einer davon. Er hat als Seelsorger eine Spezialbewilligung und trifft die Bewohner einmal pro Woche zu Gesprächen, Kaffee und Tee. Grundsätzlich sei er «positiv überrascht» über die unterirdische Unterkunft, sagt Hübscher. Natürlich brauche es wenig Fantasie, um sich vorzustellen, dass das Fehlen von Tageslicht nicht ideal sei. Immerhin sei eine neue Lüftung eingebaut worden. Wer sich im Zentrum korrekt verhält, darf auf Arbeitseinsätze beispielsweise im Wald mitgehen und sich so sein Taschengeld aufbessern. Eine willkommene Abwechslung. Denn das alte Militärspital sei für ein Asylzentrum ungeeignet, finden die Asylbewerber selbst. «Viele haben Kopfschmerzen und Husten», sagt einer.

Aufenthaltsraum mit Tageslicht

Eine wichtige Verbesserung sei kürzlich erfolgt, indem das Zentrum um ein Gebäude etwa 200 Meter vom Militärspital entfernt erweitert wurde. «Dieses dient seither als Aufenthaltsraum», sagt Bruno Hübscher. Dort im roten Haus, dem Chuttlehus, sind auch die Freiwilligen seiner Begleitgruppe zugelassen, die den Asylbewerbern Gespräche und etwas Abwechslung bieten wollen.

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