Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

NOTTWIL: Elektronisches Patientendossier ist auf Kurs

Bei der Einführung des elektronischen Patientendossiers soll das Gesundheits- und Sozialdepartement als Schnittstelle zwischen den Leistungserbringern funktionieren. Das wurde beim zweiten «Luzerner Dialog Gesundheitspolitik» entschieden.
Soll im Kanton Luzern elektronisch werden: Das Patientendossier. (Bild: Keystone)

Soll im Kanton Luzern elektronisch werden: Das Patientendossier. (Bild: Keystone)

Beim zweiten «Luzerner Dialog Gesundheitspolitik» in Nottwil stand das elektronische Patientendossier im Zentrum. Rund 40 Fachleute des Gesundheitswesens diskutierten am Donnerstag über die nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung.

Das neue Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) ist gegenwärtig im National- und Ständerat in Beratung. Die Technik für das EPDG ist heuer weitgehend vorhanden und erste Pilotanwendungen in einzelnen Kantonen sind derzeit im Aufbau.

Enge Zusammenarbeit nötig

Die Einführung des EPDG im Kanton Luzern soll nun aktiv und in enger Zusammenarbeit vorangetrieben werden. Diese Zusammenarbeit müsse koordiniert erfolgen, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Das Thema dürfe jedoch nicht einfach der IT-Brache überlassen werden. Darum soll nun künftig das Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD) des Kantons Luzern als Schnittstelle zwischen den Leistungserbringern fungieren. So wollen die Verantwortlichen den Überblick über die Aktivitäten im Kanton behalten. Das GSD schafft zudem ein Koordinationsgremium, das mindestens einmal jährlich eine Sitzung mit allen interessierten Leistungserbringern abhalten wird.

Auf Weg zur Einführung

Regierungsrat Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements über das elektronische Patientendossier, welches ermöglicht dass Daten jederzeit und überall zur Verfügung stehen: «Es verbessert die Qualität von Behandlungsprozessen, erhöht die Patientensicherheit und steigert die Effizienz des Gesundheitssystems. Ich bin deshalb vom Nutzen des elektronischen Patientendossiers überzeugt. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass wir uns auch im Kanton Luzern auf den Weg zur Einführung machen.»

Was ist ein elektronisches Patientendossier?

Das elektronische Patientendossier bietet einen Überblick über die wichtigsten medizinischen Daten einer Person. Welche Daten dazuzählen, gilt es erst noch auf demokratischem Wege zu definieren. Das Dossier kann Operations- und Austrittsberichte, wichtige Laborbefunde sowie Röntgenbilder und digitale Daten anderer Untersuchungen enthalten. Der Patient soll selber bestimmen können, wer welche Daten einsehen darf. Die heutige elektronische Patienten- oder Krankengeschichte sammelt die Patientendaten bei einzelnen Ärzten oder im Spital. In Zukunft sollen die Daten nach einheitlichen Kriterien erfasst und gespeichert werden. Vor allem sollen die Bürger selbst Zugriff auf ihr Dossier erhalten.

pd/nop

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.