Nottwil erwartet einen Grossaufmarsch

Dass der «Wetten, dass ...?»-Kandidat Samuel Koch nach Nottwil verlegt worden ist, überraschte sogar Direktor Beat Villiger. Hier spricht er über die Gründe.

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Auf Nottwil dürfte noch einiges zukommen: Seit Samstag befindet sich dort der schwer verunglückte «Wetten, dass ...?»-Kandidat Samuel Koch in Behandlung. Und bereits wird das Paraplegiker-Zentrum Nottwil (SPZ) von Medienanfragen aus Deutschland überhäuft.

Am Sonntag nun liess sich auch SPZ-Direktor Beat Villiger über seinen neuen, prominenten Patienten verlauten. Von der Verlegung wurde selbst er überrumpelt, wie Villiger gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung erklärt: «Wir wurden total überrascht und am Freitagnachmittag erstmals kontaktiert und informiert, dass sich die Familie für Nottwil entschieden hat.»

Über den Grund, warum die Wahl gerade auf Nottwil fiel, ist sich Villiger allerdings im Klaren: «Wir sind europaweit das einzige Zentrum, das sowohl Akutspital und Rehazentrum in einem ist», so Villiger. Bei Komplikationen könne man direkt im Hause reagieren. Koch sei noch auf beides angewiesen. Ebenfalls eine Rolle dürfte gespielt haben, dass Kochs Eltern in Süddeutschland wohnhaft sind und Nottwil für sie gut erreichbar ist.

Heute um 13 Uhr lädt das SPZ zu einer Medienkonferenz, wo über den aktuellen Zustand von Samuel Koch informiert wird; der Andrang dürfte riesig sein. Zwar gibt es bereits Kritiker, welche die offensive Informationspolitik des SPZ hinterfragen. Doch Villiger entgegnet, man habe reagieren müssen: «Die deutschen Medien haben eine total andere Kultur, ein deutsches TV-Team stand plötzlich vor dem Klinikeingang.»

Sven Galinelli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.