NOTTWIL: Frick tritt als Stiftungsrats-Präsident zurück

Bruno Frick tritt als Präsident der Schweizerischen Paraplegiker-Stiftung zurück. An einer Pressekonferenz in Zürich hat er dies bekannt gegeben. Fricks Nachfolger Daniel Joggi ist Mitglied des Stiftungsrates.

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Bruno Frick, Präsident der Schweizer Paraplegiker Stiftung, an einem Podium am 5. November in Emmenbrücke. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Bruno Frick, Präsident der Schweizer Paraplegiker Stiftung, an einem Podium am 5. November in Emmenbrücke. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Am (heutigen) Freitag fand eine Medienkonferenz der Schweizer Paraplegiker-Stiftung statt. Buno Frick, Stiftungsratspräsident, gab seinen Rücktritt auf Ende März 2010 bekannt. Er wird Stiftungsrat bleiben, übergibt aber das Präsidium an Daniel Joggi.

Bereits seit einigen Wochen regte sich Widerstand gegen Bruno Frick. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, als Präsident die Paraplegiker-Stiftung in Nottwil zu zerstören. Ausserdem wurde der neue Auftritt der Paraplegiker-Gruppe, mit dem der Stiftungsrat die bisher 14 Marken der Organisation unter ein einheitliches Dach bringen will, heftig wegen der hohen Kosten kritisiert. Der neue Auftritt kostet 2,7 Millionen Franken.

Stiftungsrat will Zeichen setzen
Fricks Nachfolger Joggi ist seit 9 Jahren Mitglied des Stiftungsrates. Mit der Ernennung des Tetraplegikers Daniel Joggi zum Präsidenten will der Stiftungsrat ein Zeichen zugunsten der betroffenen Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer und gleichzeitig auf Kontinuität setzen.

Zudem will er mit dieser Rochade die Diskussion um die Aufgabe und Tätigkeit der Schweizer Paraplegiker-Stiftung versachlichen. Zusätzlich hat der Stiftungsrat beschlossen, die Vertretung der Querschnittgelähmten im Stiftungsrat zu verstärken.


Kontinuität und Weiterentwicklung
Der designierte Stiftungsratspräsident Joggi betont gemäss einer Medienmitteilung der Stiftung, dass die Teamarbeit des Stiftungsrates nach wie vor zentral sei.

«Unsere Organisation ist für die Querschnittgelähmten europaweit führend. Ich möchte mithelfen, diese Position zu halten und auszubauen. Auch wenn Bruno Frick und ich zwei unterschiedliche Persönlichkeiten sind: Die unter seiner Leitung eingeleitete Weiterentwicklung der Gruppe stimmt und ich werde mich für Kontinuität einsetzen. Der Stiftungsrat wird weiterhin als Team arbeiten», so Joggi.

ana