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NOTTWIL: Gemeinde schafft neuen Dorfplatz

Statt lieblosem Parkplatz-Asphalt soll auf der Kirchmatte künftig ein Dorfplatz zum Verweilen einladen. Dessen Realisierung verzögert sich allerdings – auch wegen vieler Ideen aus der Bevölkerung.
Gemeindepräsident Walter Steffen freut sich auf den Dorfplatz, der auf diesem Parkplatz entstehen soll. (Bild: Boris Bürgisser (Nottwil, 28. März 2018))

Gemeindepräsident Walter Steffen freut sich auf den Dorfplatz, der auf diesem Parkplatz entstehen soll. (Bild: Boris Bürgisser (Nottwil, 28. März 2018))

Hier, auf dem untersten Zipfel der Kirchmatte, wo heute noch Autos parkieren, will die Gemeinde Nottwil schon bald Raum für Begegnungen schaffen: einen neuen, zentral gelegenen und vielseitig nutzbaren Dorfplatz. «Ein Ort für Jung und Alt», sagt Gemeindepräsident Walter Steffen (FDP). Ein Ort, wo dereinst auch Empfänge abgehalten werden können. «Wenn etwa der Rollstuhlsportler Marcel Hug eine weitere Medaille gewinnt», gerät Steffen ins Träumen, «oder um Erfolge des Handballvereins Spono Eagles Nottwil zu feiern.»

Wie dieser Begegnungsplatz ausschauen soll, darüber hat die Gemeinde vor ein paar Tagen rund 40 interessierte Nottwiler ins Bild gesetzt. Zuvor waren schon Workshops veranstaltet worden. Erste Visualisierungen versprechen viel Gemütlichkeit: Kies, Sitzgelegenheiten, Brunnen und Schatten spendende Bäume. Inspiriert hat sich dabei das beauftragte Büro Freiraumarchitektur aus Luzern auch am neuen Dorfplatz in Schenkon, der unmittelbar neben dem Restaurant Ox’n gelegen ist. «Wichtig war seit Planungsbeginn, dass der Platz dereinst vielseitig genutzt werden kann», sagt Steffen. Vorgesehen sind deshalb etwa ein Schachfeld aber auch eine kleine Arena, wo etwa Konzerte abgehalten werden können. «Vielleicht wollen hier aber auch Marktfrauen ihre Waren feilbieten?», zählt Steffen eine weitere Nutzungsmöglichkeit auf.

Wie jedes Projekt hat auch der geplante Begegnungsplatz an der Informationsveranstaltung kritische Fragen provoziert. Brauchen wir das wirklich? Wie hoch sind die Unterhaltskosten? Kritikern konnte Steffen aber mit guten Argumenten Paroli bieten. Zum einen entspreche ein solcher Platz dem Bedürfnis der Bevölkerung, wie eine Befragung vor zwei Jahren ergeben habe. Zwar gäbe es in Nottwil bereits eine Reihe von öffentlichen Plätzen, vor allem in Seenähe, räumt Steffen ein. «Im Zentrum aber fehlt ein solcher Begegnungsraum.» Zum anderen überwiegen laut Steffen die positiven Reaktionen bei weitem die negativen. «Deshalb kann ich mit gutem Gewissen sagen: Die Idee kommt allgemein gut an.»

Abstimmung wird auf November verschoben

Sowieso sei die Diskussion sehr wertvoll gewesen. «Viele neue Ideen sind zusammengekommen.» Warum etwa nicht im Sommer jeweils auf dem Platz eine Buvette installieren, um ein kühles Feierabendbier zu trinken oder eine Glace zu schlecken? Auch wegen diesen neuen Inputs kann der straffe Zeitplan nicht ganz eingehalten werden. Die Nottwiler werden nicht wie geplant an der Gemeindeversammlung vom 14. Mai über das Projekt abstimmen, sondern erst im November. «So bleibt uns noch genügend Zeit, um ein gutes und ausgereiftes Konzept auszuarbeiten», erklärt Steffen.

Kosten wird der neue Dorfplatz zwischen 280 000 und 300 000 Franken – öffentliche WC-Anlagen nicht eingerechnet.

Raphael Zemp

raphael.zemp@luzernerzeitung.ch

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