NOTTWIL: Gemeinderat werden in zwei Stunden

Crashkurs für Gemeinderäte: 35 Neu­linge, aber auch «alte Hasen» holten sich am Dienstag in Nottwil Tipps von Experten.

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Gemeinderäte des Kantons Luzern am Kurs im Kongresshotel in Nottwil. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Gemeinderäte des Kantons Luzern am Kurs im Kongresshotel in Nottwil. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

«Als Gemeinderäte haben Sie eine wahnsinnige Aufgabe», sagte René Steiner von der HSS Unternehmens­beratung in Sursee. Damit legte er gleich zu Beginn seines Referats die Messlatte für die rund 35 anwesenden Gemeinde­räte hoch. 

Diese waren aus etwa 20 verschiedenen Luzerner Gemeinden ins Kongresshotel Guido Zäch Institut nach Nottwil gereist, um am Kurs «Herausforderung Gemeinderat: Unterstützung aus Praxis und Wissenschaft» teilzunehmen. In zwei Stunden erfuhren sie:

  • wie man seine Ziele im Gemeinderat erreicht, ohne in der Arbeit unterzugehen.
  • wie man erfolgreich kommuniziert.
  • wie man sich am Besten an eine Jahres- und Kostenrechnung heranwagt.

Alles unter einen Hut bringen
Um ein Gemeinderatsmandat zu meistern, sei eines ganz wichtig: eine gute Kommunikation. Das war eine der Kernaussagen des gestrigen Kurses, der sich vor allem an Gemeinderatsneulinge richtete, der aber auch einige erfahrene Gemeinderäte anzog. «Als Gemeinderat müssen Sie nicht alles wissen», beruhigte Referent René Steiner. 

Wichtig sei, zu seinem Nichtwissen zu stehen und nicht etwas zu versprechen, was man später nicht halten könne. «Einfach, verständlich und berechenbar kommunizieren», damit schaffe man Glaubwürdigkeit und Vertrauen in der Bevölkerung, sagte Oliver Kessler vom Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern - Wirtschaft, das seit bald dreissig Jahren Kurse für Gemeinderäte anbietet. 

Fast ebenso wichtig sei aber auch, sich als Gemeinderat abgrenzen zu können und nicht immer das Gefühl zu haben, man müsse rund um die Uhr erreichbar sein. Das sei keine leichte Aufgabe für die Gemeinderäte, die sich ständig in einem Spannungsfeld zwischen ganz verschiedenen Interessensgruppen befänden, war sich Kessler bewusst. «Einer der grössten Stolpersteine für Neulinge ist denn auch das Zusammenbringen von Gemeinderatsamt, Beruf und Familie», sagte er.

Mirjam Gast

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.